Frasdorf – Josef Riepertinger, Lederer-Opa von Hendenham, war Bauer und Trachtler mit Leib und Seele. Kurz vor seinem 90. Geburtstag verstarb er in der guten Stube seines Bauernhofes. Josef Riepertinger kam als sechstes und jüngstes Kind auf dem Wastlhof in Elperting bei Atzing zur Welt und ging nach der Schulzeit in Kaltenbach zur Arbeit. 1948 heiratete er in den Ledererhof ein. Zusammen mit seiner Frau Irmengard sorgte er für ein gutes Gedeihen des Anwesens und der zum Hof gehörenden Brandlbergalm im Priental. Riepertinger arbeitete auch nach der Hofübergabe an seinen Sohn im Jahr 1994 bis ins hohe Alter aktiv auf dem Hof mit. Sogar die Feldarbeiten verrichtete er noch gerne auf seinem Eicher-Bulldog. Viel Freude hatte er zudem mit seinen vier Enkelkindern. Wie sehr Riepertinger mit den Vereinen verbunden war, zeigte die Anwesenheit der Fahnenabordnungen der Trachtenvereine von Frasdorf und Atzing, des Frasdorfer Krankenunterstützungsvereins und der Feuerwehr von Wildenwart. Konrad Huber, stellvertretender Vorsitzender des Trachtenvereins „Daxenwinkler“ Atzing, würdigte Riepertingers Verdienste: Er gehörte dem Trachtenverein über 70 Jahre an. Er gestaltete das Vereinsleben als Vorplattler über fünf Jahre und als Zweiter Vorsitzender für drei Jahre mit. 1975 wurde er bereits zum Ehrenmitglied ernannt und auch der Chiemgau-Alpenverband zeichnete ihn ob seiner langen aktiven Zeit als Trachtler aus. Sebastian Bauer vom Trachtenverein „Lamstoana“ Frasdorf würdigte den Verstorbenen für 40 Jahre Mitgliedschaft: „Josef Riepertinger war bei Vereins- und Gaufesten, Jahrtagen oder Wallfahrten immer dabei und ein überaus treues Mitglied.“
Für die musikalische Gestaltung der Trauerfeierlichkeiten in der Kirche und am Friedhof sorgte der Frasdorfer Kirchenchor mit Harfen- und Bläserweisen.hoe