Senioren das Wohnen zu Hause ermöglichen

von Redaktion

Gemeinderat Pittenhart befasst sich mit Informationsangebot

Pittenhart – Die Gemeinderäte in Pittenhart sehen sich mit Veränderungen in der Altersstruktur in ihrer Bevölkerung konfrontiert, mit der Zunahme des Anteils von über 65-jährigen bei ihren Einwohnern. Eine Zunahme, die sich laut aller wissenschaftlichen Prognosen noch verstärken wird.

Den Pittenharter Gemeinderäten ist es ein Anliegen, den älteren Mitbürgern möglichst lange das Wohnen in der vertrauten Umgebung, in der Gemeinde und im eigenen Haus oder der eigenen Wohnung zu ermöglichen.

Um dieses Ziel zu erreichen, sind nach ihrer Überzeugung verstärkte Bemühungen zur Anpassung der von den Senioren bewohnten Wohnungen an die veränderten Bedürfnisse im Alter notwendig. Dies soll durch die Beratung von Fachleuten erreicht werden.

Im Landkreis Traunstein gibt es dazu die Wohnberatung für Senioren und Menschen mit Bewegungseinschränkung des Bayerischen Roten Kreuzes, als Teil der Sozialen Dienste des Kreisverbands.

Informationen von
der Wohnberaterin

Die wichtigsten Punkte dazu erläuterten Bernhard Lerner und Maria Mayer den Mitgliedern des Gemeinderates in der Sitzung. Lerner ist Leiter der Sozialen Dienste, Maria Mayer wohnt in Pittenhart und ist ausgebildete ehrenamtliche Wohnberaterin.

Ausgangspunkt der individuellen Wohnberatung sind die noch vorhandenen Fähigkeiten des Betroffenen und sein familiäres und soziales Umfeld. Durch gezielte Untersuchung der Wohnung wird erforscht, wie man die Möglichkeiten für den Betroffenen verbessern kann, sich noch selbst oder mit weniger Hilfe zu versorgen. Beim Hausbesuch erfolgt ein Beratungsgespräch zu bedarfsgerechten Veränderungen, zur Nutzung von Alltagshilfen und technischen Hilfsmitteln sowie Finanzierung und Förderung.

75 Prozent der Probleme mit mangelnder Barrierefreiheit betreffen den Sanitärbereich.

Lerner zeigte in Vorher-Nachher-Bildern ein passendes Beispiel, wie ein eher kleines Bad durch Entfernung einer großen Badewanne rollstuhlgerecht gestaltet werden konnte.

Zuerst sei die Pflegekasse für die Förderung solcher Maßnahmen zuständig, doch auch aus dem Bayerischen Wohnungsbauprogramm und von der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) könne man Mittel erhalten, informierte Bernhard Lerner.

Wohnungsanpassung nütze aber nur dann wirklich, wenn der soziale Nahraum außen herum passe, so die Meinung der Wohnberater. Etwa durch ein barrierearmes Wohnumfeld und eine Versorgungsinfrastruktur, die fußläufig erreichbar ist, aber auch durch die Einbindung der Senioren ins Gemeindeleben.

Das Beratungsangebot dieser Einrichtung in der Bevölkerung des Ortes bekannt zu machen, vor allem unter den Senioren und ihren Angehörigen, sei laut dem Leiter der Wohnberatung im Landkreis Traunstein, eine wichtige Aufgabe der Gemeinde.

Nach Aussage der Seniorenbeauftragten Irma Schlegel und Christa Vodermaier ist bereits geplant, dass die Wohnberatung beim nächsten Seniorennachmittag vorgestellt wird. Zum Quartiersmanagement kündigte Sepp Reitmeier an, dass man das Vorhaben auf Verwaltungsgemeinschaftsebene für alle drei Gemeinden auf jeden Fall weiterverfolgen werde. Außerdem plane man in Pittenhart eine Einrichtung für betreutes Wohnen für Senioren.igr

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