Die Ventilposaune führt die Melodie

von Redaktion

30. Sänger- und Musikantentreffen in Kiefersfelden mit ausgezeichneten Gruppen

Kiefersfelden – Ein kleines Jubiläum feiert der Trachtenverein Grenzlandler mit dem Kieferer Grenzland Sänger- und Musikantentreffen, das am Samstag, 14. März, bereits zum 30. Mal stattfindet.

Die ersten Stimmen und Instrumente erklingen in der Kieferer Schulturnhalle um 19 Uhr, mit dabei, fast wie immer, ist Sprecher Joch Weißbacher, der mit Informationen zu Sängern sowie Musikanten und deren Stücke die Zuschauer auf den neuesten Stand bringt. Wie in den letzten Jahren bereits bestens bewährt, treten die Sänger und Musikanten nicht mehr auf einer Hauptbühne auf, sondern singen und spielen von drei Bühnen, die über den Saal verteilt sind.

Lieblingsstücke
auf Zuruf

So sind die Akteure hautnah für jeden zu erleben. Sprecher Joch Weißbacher wird sich dann im zweiten Teil der Veranstaltung, der unter dem Motto „Mei liabste Weis“ steht, wieder unter die Zuschauer mischen, um deren Lieblingsstückl oder -liadl entgegenzunehmen, das die Musikanten dann spontan per Zuruf spielen oder singen werden.

Bewirtung ist auch dabei, allerdings nur vor und nach der Veranstaltung oder in der Pause, um den Vortrag der Bühnenkünstler nicht zu stören. Einlass ist bereits ab 18 Uhr, somit können auch die Sänger und Musikanten, die einen weiten Nachhauseweg haben, im inoffiziellen Teil noch die ein oder andere Zugabe spielen.

Die Formation „Beim Früah“ sind die drei Schwestern Eva (16), Veronika (22) und Magdalena (24) Schulz, die schon seit frühester Kindheit zusammen singen. Sie kommen aus Brunnthal und ihr Repertoire beinhaltet alpenländisches Liedgut, ob frisch und frech oder ruhig und gediegen. Für ihren Gesang haben sie 2018 beim Alpenländischen Volksmusikwettbewerb in Innsbruck das Prädikat „Ausgezeichnet“ und den Herma-Haselsteiner-Preis erhalten. Außerdem wurde ihnen im vergangenen November neben vier weiteren Gruppen der „Traunsteiner Lindl“ verliehen.

Nur wenige Jahre, zwischen 1950 und 1960, spielte das legendäre „Salvenberg Trio“, das mit Harmonika, Klarinette und Kontragitarre sowie anspruchsvollen Stückln das Publikum erfreute. Seit 1992 lassen Kathi, Christian und Peter aus dem Brixental diese selten gehörte Besetzung unter gleichem Namen und denselben Stücken musikalisch wieder aufleben.

Schon als Jugendliche waren Anna und Wendl als Wirtsleute auf der Stögeralm musikalisch aktiv und begeisterten später auch ihre Töchter Kathrin und Elisabeth für die bayrische Volksmusik. Mit Hackbrett, Akkordeon, Gitarre, Kontrabass, Zither, Querflöte, Okarina, Melodiegitarre und Posaune lassen sie sich als „Familienmusik Zwickl“ in wechselnden Besetzungen hören. Überdies sind sie auch als Viergsang mit passenden Liedern für weltliche und kirchliche Anlässe am Start. Daheim sind sie in Großpienzenau.

Aus Mitgliedern der Bergwacht Hausham gründete sich Anfang des Jahrtausends eine Gesangsgruppe, bestehend aus aktiven Bergwachtlern. Seit 2005 singt der „Haushamer Bergwachtgsang“ in seiner jetzigen Besetzung mit Vater Anderl, Sohn Anderl, Sepp und Martin. Begleitet werden die Sänger von Maria mit der Zither und Heiner auf der Gitarre. Ihr kräftiger und dennoch feiner Männergsang ist mittlerweile zu einer festen Größe in der alpenländischen Volksmusik herangewachsen.

Natürliche
Spielweise

Die weiteste Anreise hat die „Schneiderhäuslmusi“, die in Innsbruck zu Hause ist. Für eine Tiroler Tanzlmusi eher ungewöhnlich ist die Melodieführung mit Flügelhorn und Ventilposaune. Weiter sorgen Harmonika, Harfe und Tuba für den rhythmischen Unterbau dieser schmissigen Musik, die durch ihre ungekünstelte und natürliche Spielweise überzeugt.

Karten für diesen Jubiläums-Volksmusikabend gibt es direkt beim Schreibwarengeschäft „Zum Bleistift“ in der Dorfstraße oder unter Telefon 08033/3021400, der Kartenvorverkauf beginnt am Samstag, 29. Februar. hko

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