Kiefersfelden – Die Planung für das neue Gewerbegebiet „Kaiserreich“, in dem neben einem schon im Bau befindenden Hotelkomplex auch jetzt das Herzstück konzeptioniert werden muss, schreitet voran. Florian Unterberger, Sprecher der Investitionsgruppe Unterberger, brachte das Konzept bei der Sitzung des Gemeinderats auf den Punkt. Unterberger, federführend bei der Planung, stellte sodann den neuen Entwurf des rund 41000 Quadratmeter großen Areals, direkt an der Autobahn A93 gelegen, vor. Vor allem der Komplex „Genusswelt“ hat dabei einige kleine Änderungen erfahren.
Symbiose aus
Alltag und Erlebnis
„Wir haben alles, was auf den Menschen ausgerichtet ist, wie Wohnen, Schlafen, Essen, Trinken, Arbeiten und Erholen, noch einmal auf den Prüfstein gelegt, daher die sinnvollen Änderungen“, so Florian Unterberger. „Das Kaiserreich ist der Genuss- und Kompetenzpark in Kiefersfelden mit dem Herz der Alpen, geschaffen für den Menschen, seinen Körper, Geist und die Seele“. Dazu entsteht der Gebäudekomplex „New Work“, mit drei Bürogebäuden „eine Symbiose aus Arbeitsalltag, Nahversorgung und Freizeiterlebnis, also die Arbeit der Zukunft“, so der Unterberger-Sprecher ausholend.
Das Herzstück des Gebietes allerdings soll die Erlebniswelt werden. Es basiert auf dem „Fünf-Säulen-Konzept“, wie es Franz Huber vom zukünftigen Betreiber „Your Dome“ vorstellte. Der futuristisch anmutende Raum mit 120 Sitzplätzen und Kuppeldach soll durch enormen Sound und effektive Lichtshows „die Menschen begeistern, wie im Kino“. Geplant in dem Gebäudeteil mit seinen etwa 1200 Quadratmetern sind weiterhin Shows, Unterhaltung und auch Produkterlebnisse (Werbeveranstaltungen). Die freihängende Rundkuppel mit einem Gewicht von 3,5 Tonnen garantiert dabei ein ähnliches Seherlebniss, „wie mit einer „3-D-Brille“, also grenzgeniale Unterhaltung“. Dabei macht das Konzept nicht halt vor den verschiedenen Generationen, denn „aus der Kinderwelt wird eine Erlebniswelt“, so Betreibersprecher Benedikt Schleif von der „TrustYou“ GmbH in München. „Die Erlebniswelt soll ein attraktiver Tummelplatz für Begegnungen aller Generationen werden, im Einzugsgebiet von München, Rosenheim, Innsbruck und bis Salzburg“. Das Konzept verspricht neueste Technik und Architektur mit Erlebnisrutschen, Kletterwand und Geschicklichkeitsparcours, wobei bis zu 600 Personen zeitgleich die verschiedenen Attraktionen nutzen können. Dabei sollen in Kooperation auch die Gemeinde Kiefersfelden, der Kreis Rosenheim, Tourismusverbände, Hotels und auch Schulen und Kindergärten mit ins Boot geholt werden.
Aber auch bauliche Änderungen standen auf der Agenda.
Architekt Klaus Immich von INN Immobilien in Kiefersfelden stellte die wesentlichen Abweichungen zum ursprünglichen Bebauungsplan vor.
So soll die geplante Tankstelle kleiner werden, aber eine Aufrüstung mit regenerativer Energie erfahren, also mit Elektro- und Wasserstoffbetankung, wobei hier sowohl Schnelllade- als auch Langsamladesäulen schon konzipiert sind.
Gebäudehöhen
werden angepasst
Auch beim „Genusszentrum“ wurde an Fläche gespart, dafür geht es aber leicht in die Höhe und auf dieser, also den Dächern, werden Fotovoltaik und Luft-Wärmepumpe für ökologische Energiegewinnung sorgen. Alles in allem wird das Gewerbegebiet aber nicht flächenmäßig erweitert, nur die Höhe einzelner Gebäude soll den neuen Nutzungskonzepten angepasst werden.
Bürgermeister Hajo Gruber dankte den Sprechern für deren „sehr anschauliche Vorstellung der wesentlichen Bereiche“ und leitete nach nur kurzer Diskussion zur Abstimmung über, die ohne Gegenstimme ein klares Votum für das abgeänderte Konzept setzte.