Schuldenstand erstmals unter 1000 Euro

von Redaktion

Bürgerversammlung in Aschau – Eine Vielzahl von Projekten für 2020 vorgestellt

Aschau – Die Gemeinde Aschau hat ihre Schulden seit dem Spitzenwert von 2014 deutlich heruntergefahren. Hatte jeder der 5577 Bürger damals noch rund 900 Euro Schulden, so sind es jetzt für die 5733 Einwohner noch etwa 660 Euro, so Kämmerer Christoph Kraus und Bürgermeister Peter Solnar bei der Bürgerversammlung in Aschau.

Zählt man die Schulden des gemeindlichen Seniorenheims Priental dazu, dann wachsen die Verbindlichkeiten für jeden Einzelnen auf 985 Euro an; damit haben sie erstmals seit vielen Jahren die 1000 Euro Grenze unterschritten. Die Schulden der Gemeinde betragen damit laut Verwaltung aktuell 3,8 Millionen Euro und die Gesamtschulden zusammen mit dem Seniorenheim 5,65 Millionen Euro.

Straßen müssen
saniert werden

In nächster Zukunft stehen noch einige sehr kostenintensive Projekte für die Gemeinde an, die nicht nur auf dem Wunschzettel stehen bleiben sollen. Das ist nicht nur die Sporthalle, sondern sind vor allem die bereits laufenden Maßnahmen zur Abwasserentsorgung, zur Strom- und Trinkwasserversorgung des Ortsteiles Staffelstein, die Hochwasserschutzmaßnahmen entlang der Prien und ihrer Nebenbäche, der Abschluss des Breitbandausbaus, die Nahwärmeversorgung in Hohenaschau, der Abschluss des Feuerwehrkonzepts und dazu die Sanierung der maroden Wasserleitungsstränge innerhalb des Ortes, verbunden mit einer Sanierung der darüberliegenden Straßen.

Die Gemeinde ist für 57 Kilometer Straßen zuständig. Von diesen 57 Kilometern wurden laut Bürgermeister in den letzten fünf Jahren rund 15 Kilometer (knapp 25 Prozent) saniert. Der dritte Sanierungsabschnitt der Staatsstraße 2093 von Berg bis zur Grenze nach Tirol ist für 2020 zugesagt.

Aschau wächst jedes Jahr weiter: zwar gab es nur 38 (Vorjahr 37) Geburten gegenüber 72 (74) Sterbefällen, dies wurde durch den vermehrten Zuzug ins obere Priental ausgeglichen. 5778 (5749) Einwohner sind ganz aktuell mit Erstwohnsitz gemeldet. Dazu kommen weitere rund 1100 Personen, die nur mit ihrem Zweitwohnsitz angemeldet sind.

Der Verwaltungshaushalt 2019 – die laufenden Einnahmen und Ausgaben – war mit 14,6 Millionen Euro angesetzt, der Vermögenshaushalt für die Investitionen mit 9,9 Millionen Euro, insgesamt belief sich der Haushalt somit auf rund 24,5 Millionen Euro.

Stolz berichtete der Bürgermeister über das Engagement der Aschauer in allen Bereichen: der Einsatz der Feuerwehren bei der Bewältigung der Schneekatastrophe 2019 sei beispielhaft gewesen. Die Vereine und Institutionen tragen wesentlich zum Binnenklima in der Gemeinde bei. Der Bürgerbus und das Repaircafé – initiiert durch den Seniorenbeirat – wurden im Aschauer Hilfsangebot gut angenommen, der Asylhelferkreis – rund 15 Personen im „harten Helferkreis-Kern“ – hat laut Solnar nichts von seiner Agilität verloren.

Beifall für
Helferkreis

Aschau versorgt aktuell 81 Asylsuchende, 53 Personen sind im „Weißbräu“ untergebracht. Dank der Arbeit der Betreuer gebe es in Aschau keine schwerwiegenden Probleme bei der Integration. Mit spontanem Beifall – mit dem sie sonst sehr sparsam waren – bedankten sich die Besucher in der Festhalle bei den Mitgliedern des Helferkreises „für ihre tolle Arbeit und ihr ehrenamtliches Engagement“.

Alle Aschauer und Sachranger Kinder haben einen Kindergarten- oder Kinderkrippenplatz, zurzeit stehen ausreichend Plätze zur Verfügung. Für alle Kindertagesstätten und die Jugendarbeit der Gemeinde von der Kinderkrippe über die Kindergärten bis hin zum Kinderhort zur Mittagsbetreuung zum offenen Jugendtreff, zum Ferienprogramm und zur integrativen Jugendarbeit wurden über eine Million Euro an Betriebskosten aufgewendet.

Die Umsetzung des gemeindlichen Energienutzungsplanes und der Aufbau der Nahwärmeversorgung wurden weiterverfolgt. Erstmalig wurde ein Renault Zoe „Stromer“ als Dienstwagen gekauft. Die Heizanlage am Wertstoffhof für den Bereich von Hohenaschau läuft und die Versorgungsleitungen werden zusammen mit neuen Wasserleitungen gelegt.

Auch die Arbeiten im Bereich Hochwasserschutz gehen weiter, die Planungen für den Ausbau der Bereiche der Prien, Haindorfer Bach, Lochgraben und Hammerbach werden umgesetzt. „Hochwasserschutz geht nicht von heute auf morgen“. Die Kosten für die Baumaßnahmen zum Schutz der Ortschaft und ihrer Einrichtungen werden als Ausbau von Wildbächen vom Freistaat Bayern getragen.

Artikel 1 von 11