Sein Herz schlägt für Bad Endorf

von Redaktion

Bürgermedaillenträger Wolfgang Madl feiert seinen 80. Geburtstag

Bad Endorf – Seinen 80. Geburtstag feierte Wolfgang Madl in Bad Endorf. Madl kam in Danzig zur Welt, wuchs mit seiner Schwester in Bad Endorf auf, besuchte dort die Volksschule und machte dann eine Ausbildung zum Lehrer an der Pädagogischen Hochschule.

1964 heiratet Madl seine Irmgard. Wolfgang Madl verbrachte fast sein ganzes Leben in Bad Endorf und ist mit seiner Gemeinde mit Leib und Seele verwachsen. Seit den 50er-Jahren ist Madl vielfältig ehrenamtlich engagiert. Er ist Gründungsmitglied in vier Bad Endorfer Vereinen: der Wasserwacht, den Sportfischern, den Gebirgsschützen und dem Heimat- und Geschichtsverein. In diesen Vereinen hat er oft über Jahrzehnte in leitender Stellung mitgearbeitet.

So war Madl schon 1958 Gründungsmitglied der Wasserwacht-Ortsgruppe Bad Endorf und bald auch schon Lehrscheininhaber mit Ausbildungstätigkeit in der Ortsgruppe, sowie in der Grund- und Hauptschule Bad Endorf.

Als Erster in der Ortsgruppe legte er den Motorbootführerschein der Wasserwacht ab. Er war auch einer der ersten Rettungsschwimmer aus Bayern, die sich zur Verstärkung der neugegründeten Wasserwacht-Einheiten an der Ostsee gemeldet haben. Besondere Anerkennung verdienen sein Einsatz für den Natur- und Umweltschutz sowie die Nachwuchsarbeit. Für die Verdienste rund um die BRK-Wasserwacht wurde ihm die WW-Medaille in Silber für besondere Leistungen sowie die BRK-Ehrennadel in Gold verliehen.

Beachtlich ist auch sein Engagement in der katholischen Pfarrgemeinde St. Jakobus. Schon 1957 wurden Wolfgang Madl Jungkolpingführer, war aktiv als Schriftführer der Kolpingsfamilie, mehrere Jahrzehnte Lektor und Kommunionhelfer. 24 Jahre lang gehörte er dem Pfarrgemeinderat an, war 13 Jahre Vorsitzender und zwei Jahre Zweiter Vorsitzender dieses pfarrlichen Laiengremiums. Sein soziales Engagement zeigte er auch in der Katharinenheimvorstandschaft, dem Madl 16 Jahre, angehörte. Als Volksschullehrer an der Volksschule Bad Endorf von 1970 bis zu seiner Pensionierung 1994, verstand er sich auch auf das Formulieren von Texten. Diese Fähigkeit brachte er auch bei der Heimatzeitung ein. 25 Jahre war er freier Mitarbeiter beim OVB und von 1990 bis 2002 Berichterstatter für den Marktgemeinderat.

Von Anfang an war Wolfgang Madl bei der Gründung des Heimat- und Geschichtsvereins der Orte des Marktes Bad Endorf und Umgebung beteiligt, dann Zweiter Vorsitzender und ist auch heute noch Beisitzer. Gemeinsam mit Konrad Gmeiner verfasste er „Mühlen an der Antworter Ache“ und „Die Eisenbahn in Endorf“.

Viele Ausstellungen
mit vorbereitet

Bei allen Ausstellungen, ob Kirchenjubiläum, Postkartenausstellung zum Jubiläum des BGS, 150 Jahre Eisenbahn und „Geschichte hat Gesichter“ anlässlich des Jubiläums des Trachtenvereins, gehörte Wolfgang Madl dem Vorbereitungsteam an und trug mit seinem Wissen und seiner Arbeit sehr zum Gelingen der Veranstaltungen bei.

Mit dem Buch über „Flurdenkmäler in der Marktgemeinde Bad Endorf“ hat sich Madl einen lang gehegten Wunsch erfüllt, um die vielen kleinen Zeugnisse von gelebter Frömmigkeit in Erinnerung zu halten.

Außerdem unterstützt Wolfgang Madl auch Dr. Werner Müller bei den Forschungsarbeiten über die Anwesen Antwort/Mauerkirchen. Ziel dieser Arbeit ist ein weiteres Höfebuch, das die Anwesen dieser Ortsteile enthält. Wolfgang Madl hat sich um den Markt Bad Endorf verdient gemacht und erhielt für sein außerordentliches Engagement in diesen vielfältigen ehrenamtlichen Tätigkeiten 2011 die Bürgermedaille verliehen. Eine große Leidenschaft ist das Reisen mit seiner Frau. Ob Fernreisen oder mit dem Wohnmobil. Beide haben schon viel von der Welt gesehen und manches Abenteuer erlebt. Auch für heuer sind wieder einige Reisen geplant. Anlässlich seines runden Wiegenfests gratulierte ihm Endorfs Bürgermeisterin Doris Laban, wünschte ihm Glück und Gesundheit.

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