Um das gesellschaftliche Leben verdient gemacht

von Redaktion

Bad Endorfer Bürgermedaillen-Träger Sepp Scheck stirbt mit 85 Jahren

Bad Endorf – In der Marktgemeinde Bad Endorf hat fast jeder Sepp Scheck gekannt. Er hat sich vielfach im gesellschaftlichen Leben verdient gemacht. Familie, Freunde und Wegbegleiter mussten jetzt Abschied von Sepp Scheck nehmen, der im Alter von 85 Jahren gestorben ist und auf dem Friedhof in Bad Endorf seine letzten Ruhestätte fand.

Josef Scheck ist in Endorf geboren und mit seinen zwei Geschwistern aufgewachsen.

Nach dem Besuch der Volksschule machte er eine Ausbildung zum Maler, arbeitete später als Farbenvertreter und als Rezeptionist in der Simssee Klinik.

1961 heirateten Getrud und Sepp Scheck. Sie bekamen zwei Kinder und haben fünf Enkel.

Sepp Scheck war seit 1964 mit dem Endorfer Roten Kreuz eng verbunden. Von 1976 bis 1981 war er Kolonnenführer/Kassier und Zeugwart und anschließend vier Jahre stellvertretender Kolonnenführer. Über 30 Jahre engagierte er sich bei der Betreuung von Senioren und Behinderten, begleitete die Sonderfahrten und war unermüdlichen bei den monatlichen Seniorennachmittagen und Ausflügen im Einsatz.

Neben seiner Funktion im Roten Kreuz übernahm er bereits in jungen Jahren mehrere weitere ehrenamtliche Tätigkeiten. Als junger Maler renovierte er die Fassade an der Bad Endorfer Kirche St. Jakobus und den Filialkirchen. Auch stand er schon als junger Bub als Laienschauspieler beim Theater Endorf in religiösen und lustigen Schauspielen auf der Bühne.

1990 erhielt er die silberne Ehrennadel vom Verband bayerischer Amateurtheater.

In den Jahren von 1974 bis 1984 war Scheck als aktives Mitglied im Elferrat der Bad Endorf Faschingsgilde und hatte viele Jahre mit großer Leidenschaft den Faschingswagen hergerichtet. Sepp Scheck war viele Jahre Mitglied im Verein zur Förderung der Partnerschaft mit Volovec/Ukraine und gehörte 65 Jahre dem Rauchclub an.

Wie seine Ehefrau war auch er Gründungsmitglied der Bad Endorfer Tafel und arbeitete dort bis vor wenigen Wochen aktiv mit. Wo er gebraucht wurde, packte Josef Scheck einfach immer an, und war wegen seiner großen Hilfsbereitschaft in der Familie, bei den Vereinen und öffentlichen Einrichtungen gleichermaßen beliebte und geschätzt. Neben all seinem selbstlosen Wirken liebte er das Skat- und Schafkopf spielen.

Für seine Tätigkeit im Roten Kreuz wurde ihm bereits im Jahr 1975 das Leistungsabzeichen in Bronce und die Verdienstmedaille der SK in Bronze, 1990 das silberne Ehrenzeichen am Bande von der bayerischen. Staatsregierung, 1991 die BRK Ehrennadel in Silber, 2004 die BRK-Ehrennadel in Gold sowie 2006 das goldene Ehrenzeichen am Bande von der bayerischen Staatsregierung verliehen.

In Würdigung seiner besonderen Verdienste und außerordentlichem Engagement um Bad Endorf verlieh die Marktgemeinde Sepp Scheck 2012 die Bürgermedaille.

Eine große Trauergemeinde, gab ihm das letzte Geleit und drückte damit ihre Wertschätzung aus.amf

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