Von Spielfreude und Lampenfieber

von Redaktion

Jugendtheater Rott spielt „Neurosige Zeiten“ ab 20. März im Pfarrheim

Rott – Die gute Nachricht vorne weg: Es gibt endlich wieder ein Jugendtheater in Rott am Inn. Die Schauspieljugend begeisterte bereits beim Theaterfestival 2019 und will nun an drei Abenden und einen Sonntagnachmittag im März ihr Theaterstück im Rotter Pfarrheim aufführen. Das Stück heißt „Neurosige Zeiten“, eine „irre“ Boulevard-Komödie von Winni Abel. Regie führt Marlies Scheidegger.

Karten auch
an der Abendkasse

Die Termine sind Freitag, 20. März, um 20 Uhr; Samstag, 21. März, um 19 Uhr; Samstag, 28. März, um 19 Uhr und am Sonntagnachmittag, 29. März, um 15 Uhr. Hier gibt es keinen Kartenvorverkauf, alle Karten gibt es an der Abendkasse.

Kurz zum Inhalt: Agnes Adolon (Josefine Scheidegger) ist Abkömmling einer Hoteldynastie und in einer psychiatrischen Wohngruppe untergebracht. Ihre Mutter (Susi Heilmannseder) darf davon aber nichts wissen. Als die Mutter überraschend ihren Besuch ankündigt und ihre Tochter standesgemäß in ihrer Villa besuchen möchte, will Agnes versuchen, ihrer Mutter „Normalität“ vorzuspielen. Sie bittet ihre Mitbewohner als „normale“ Menschen zu wirken.

Der zwangsneurotische Hans (Benedikt Scheidegger) soll ihren Lebenspartner spielen, die wahnhafte Marianne (Marlies Scheidegger) gewinnt sie als Haushälterin und die menschenscheue Waltraud (Juliane Gilg) will sie als Hausmeisterin vorstellen. Natürlich verläuft das verrückte Verwechslungsspiel aus dem Ruder. Die weiteren Rollen ist der hinreißende Schlagerstar Hardi Hammer (Peter Scheidegger), der streng nach Vorschrift agierende Psychiater Ingo Dr. Dr. Schanz (David Stiller), der extrem engagierte Beschäftigungstherapeut Rolf (Lenzi Elsasser), die Tuppertante Herta (Andrea Scheidegger) und die hyperaktive und Kaugummisüchtige Journalistin Fritzi (Mona Ganslmeier). Eine mitreißende witzige Komödie mit sympathischen spleenigen Rollen.

Die Theaterbühne lebt von Verwechslungen und Überzeichnungen. Rollen sollten glaubwürdig sein. Rollen von „Nichtnormalen“ bieten jedoch die Möglichkeit, das „Normale“ zu verlassen und noch eins draufzusetzen.

Das fördert natürlich die Spielfreude der jungen Leute. Vorher müssen die ganz normalen Schauspielregeln gelernt werden, wie zum Beispiel die richtige Atemtechnik, Körperhaltung und Körpersprache. Nur für eins gibt es keine Regeln: das Lampenfieber, das jeden kurz vor dem Auftritt überfällt.

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