Bad Feilnbach/Bad Aibling – Nach langer Zeit des Planens und intensiven Bemühungen in Sachen Finanzierung steht das Projekt „Inklusive Kletterhalle“ des Vereins „Stützpunkt Inntal“, der in Bad Feilnbach zu Hause ist, nun kurz vor der Verwirklichung. Die letzte Finanzierungslücke konnte laut den Verantwortlichen geschlossen werden, wobei sich vor allem auch der Bayerische Landessportverband BLSV sehr offen für das Projekt gezeigt habe.
„Arbeiten
mit Hochdruck“
„Jetzt arbeiten wir mit Hochdruck an dem Bauantrag, den wir noch in diesem Monat einreichen wollen“, sagt Achim Haug, stellvertretender Vorsitzender des Vereins. Daneben werde man weiter im Detail planen, um die Arbeiten ausschreiben zu können, sobald die Baugenehmigung vorliegt.
So sieht der Zeitplan
derzeit aus
„Wir hoffen, dass wir – wenn alles gut geht – in der zweiten Augusthälfte loslegen können und im Herbst dann schon die Bodenplatte fertig haben können“, so Haug. Wie berichtet, soll die Kletterhalle im Sportpark Bad Aibling in Holzbauweise gefertigt werden. Beton wird nur dort verwendet, wo es aus Brandschutzgründen erforderlich ist. Der Verein rechnet mit einer Bauzeit von circa acht Monaten.
Sowohl beim Bau als auch beim Betrieb setzen die Verantwortlichen auf Nachhaltigkeit. So soll das Gebäude über Solarthermie geheizt und das Betonfundament als Wärmespeicher genutzt werden. „Wir haben uns überlegt, wie wir das Gebäude komplett autark bauen können. Wir werden keine externen Energieträger benötigen“, erklärt Haug.
Der Bad Feilnbacher Verein wird Eigentümer der Halle. Er ist auch Gesellschafter der gemeinnützigen GmbH, die die Gastronomie betreibt und für den Inklusionsbetrieb zuständig ist: „Alles, was an Gewinn erwirtschaftet wird, bleibt im Betrieb“, so Achim Haug. Die Erträge will man vor allem einsetzen, um die Preise für die inklusiven und Gruppen-Angebote, um die sich die Vereinsvorsitzende, Natascha Haug, kümmert, günstig zu gestalten.
Kletterhalle
komplett barrierefrei
Denn das ist ein Aspekt, der dem Verein besonders wichtig ist: Auch wenn der Betreuungsschlüssel in der inklusiven Kletterhalle bei bis zu 1:3 liegt, soll das Angebot im „Basislager“ nicht teurer sein als in Kletterhallen mit einem Betreuungsschlüssel von 1:6. Die Kletterhalle ist laut Haug komplett barrierefrei – vom Parkplatz über den Outdoorbereich bis hin zu den Arbeitsstellen und Praktikumsplätzen, die man ebenfalls anbieten wird.
Damit soll sich die Vision der Initiatoren erfüllen: Eine professionelle, nachhaltige Kletterhalle, die Raum für individuelle Besonderheiten bietet, wo sich Menschen mit und ohne Behinderung begegnen, wo sie miteinander die Freizeit gestalten, arbeiten und der Verein ein Zuhause findet.