Kiefersfelden – Die Bundespolizei hat am Donnerstag, 5. März, auf der Inntalautobahn einen Spanier verhaftet. Der Mann war laut Pressemitteilung in einem italienischen Fernreisebus unterwegs. Er zeigte sich bei der Festnahme völlig überrascht. Offenkundig konnte er nicht nachvollziehen, weshalb er seine Reise unvermittelt beenden sollte. Die Kontrollbeamten halfen ihm gedanklich auf die Sprünge und brachten ihn für die Dauer von 632 Tagen ins Gefängnis.
Bei der Überprüfung der Personalien des 43-Jährigen, der in Richtung Nordrhein-Westfalen unterwegs war, stellte sich mithilfe des Polizeicomputers heraus, dass er 2016 mit dem Gesetz in Konflikt geraten war. Laut Haftbefehl hatte das Landgericht Bonn den spanischen Staatsangehörigen 2016 wegen zweifacher besonders schwerer räuberischer Erpressung zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Nachdem er einen Teil davon verbüßt hatte, war er entlassen und nach Spanien abgeschoben worden.
Mit seiner Reise nach Deutschland hat er nun selbst dafür gesorgt, dass die Restfreiheitsstrafe fällig geworden ist. Eigenen Angaben zufolge ging er davon aus, dass er ab diesem Jahr problemlos in die Bundesrepublik reisen könnte. Die Bundespolizisten erklärten ihm, dass die Verjährung erst 2028 eintreten würde. Hierüber sei er laut der zuständigen Staatsanwaltschaft Bonn unmissverständlich belehrt worden. Der Verhaftete wurde in die Justizvollzugsanstalt Bernau gebracht. Dort wird er voraussichtlich für knapp 21 Monate bleiben.