Das Inntal singt

von Redaktion

Rund 100 Mitwirkende geben im Herbst ein großes Konzert in Kiefersfelden

Kiefersfelden – Da kommt auf die Kieferer eine gewaltige musikalische Explosion zu, wenn zum Kirchenkonzert am 3. und 4. Oktober in der Pfarrkirche Heilig Kreuz wieder an die 100 Sänger ihre Stimmen erheben und die sie begleitenden Musikanten ihre Instrumente erklingen lassen. Schon die Proben im katholischen Pfarrheim lassen das Ausmaß der zukünftigen Veranstaltung erahnen, die bereits zum dritten Mal stattfindet. Dirigent Christoph Danner ist sehr zuversichtlich, mit dem neuen Programm eine gelungene Fortsetzung des sehr erfolgreichen Projekts erreichen zu können.

Alle Stimmlagen
sind vertreten

„Wir haben neben den Sängern aus dem Kirchenchor Kiefersfelden, die das Hauptkontingent stellen, auch befreundete Sänger aus Chören aus dem gesamten Inntal zu Gast, also bunt gemischt mit allen Stimmlagen. Aber auch Hobbysänger, die nicht in einem Verein eingebunden sind, haben sich gemeldet und werden mitsingen“. Nachdem in den letzten beiden Konzerten mehr die instrumentale Ausrichtung im Vordergrund stand, „haben wir in diesem Jahr auf bewährtes Sangesmaterial zurückgegriffen, mit dem erweiterten Kreis neuer Sänger und Stimmen. Daher steht in diesem Jahr mehr der Chor im Mittelpunkt, also Werke mit Chor und Orchester“. Hinzu kommen, so Danner weiter, „musikalische Solopassagen, die im Kontext mit dem Chor stehen sowie ein Orgelwerk“. So sind Stücke von Wolfgang Amadeus Mozart (Requiem: Confutatis und Lacrimosa) sowie von Anton Dvorak (Als die alte Mutter sang) im Programm. Im musikalischen Fokus aber steht im Oktober der junge spanische Komponist Oscar Navarro, mit dessen religiösem Marsch „Osanna in Excelsis“ der Abend eröffnet wird. Und auch das Ende der Aufführung beherrscht er voluminös und mächtig mit „El ilustre Marino“, einem lebensfrohen Stück mit großer Besetzung.

Mitinitiatorin und Sängerin Julia Endres ist begeistert vom diesjährigen Konzept, „das regional übergreifend viele Menschen im Rahmen dieses Gesangs- und Orchesterprojekts zusammenbringt, die so nie zusammenkommen würden. Unser Programm ist mit Liebe zur Musik, Sorgfalt, Intuition sowie mit Herzblut zusammengestellt und wir freuen uns schon riesig auf die Aufführungen“. Dabei gibt es neue musikalische Entdeckungen zu hören, aber auch Bekanntes. Um den sicher wieder vielen Besuchern dann auch die optimale stimmliche und instrumentale Performance anbieten zu können, sind natürlich eine Vielzahl an Proben angesetzt. An der jüngsten konnte auch das OVB teilhaben und erfuhr einen kleinen Ausschnitt der gesanglichen Einstimmung auf das musikalische Großereignis.

Dirigent Christoph Danner und an die 80 Mitglieder des Chores nahmen mit stimmlichen Übungen die Proben auf und danach stand auf der abendlichen Agenda das Einsingen der vorgesehenen Stücke, die Josef Hacklinger einfühlsam auf dem Klavier begleitete.

Julia Endres betonte abschließend, „dass der Chor immer noch Mitglieder sucht, die zu unseren Proben ins Pfarrheim herzlich eingeladen sind“. Die Übungsabende beginnen immer montags um 20 Uhr und sind aufgeteilt in Blöcke. Die Termine: 16. und 30. März, 25. Mai, 8. und 22. Juni, 6. und 20. Juli, 24. und 31. August sowie 7., 14. und 21. September. Neuling im Chor ist die junge Sängerin Theresa Hepfengraber (19 Jahre) aus Kiefersfelden. Sie hat bisher noch nie „in einem solch großen Chor gesungen“. Sie war über „Bekannte zum Chor gestoßen und ich fühlte mich gleich inspiriert, hier mitzumachen“.

Musikalische
Entdeckungen

Neben der gesanglichen Herausforderung erwartet die Sopran-Sängerin, „dass es Spaß macht und ich neue Kontakte knüpfen kann“, denn sie ist erst vor Kurzem in die Kiefer gezogen. „Groß“ ist ihre Vorfreude auf die Konzerte, „denn Singen ist für mich wunderschön. Ich singe alles, was gut klingt“. Und das konnte sie auch gleich in den Proben eindrucksvoll unter Beweis stellen. Auch Roman Werner ist ein junges Mitglied im Chor, aber beileibe kein Neuling. Als Sänger im Kirchenchor Kiefersfelden und in seiner Heimat Wittenberg in Sachsen-Anhalt, wo „ich schon im Jahre 1999 meinen eigenen Chor gegründet habe“, hat er schon eine ganze Menge choral-gesangliche Erfahrung. Der 39-Jährige singt Bass und „am liebsten Werke aus der Romantik“. An dem vielstimmigen Chor liebt er „die anspruchsvollen Lieder, die gesungen werden“.

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