Kiefersfelden kann durchatmen

von Redaktion

Grenzgemeinde behält das Prädikat „Luftkurort“ – Messungen an drei Standorten

Kiefersfelden – Die lufthygienischen Voraussetzungen an einen „Luftkurort“ sind in Kiefersfelden weiterhin erfüllt. Zu diesem für die Grenzgemeinde freudigen Ergebnis kam der Deutsche Wetterdienst, der im Rahmen der Verlängerung des Prädikates „Luftkurort“ im Ort mehrtägige Luftmessungen durchführte. Gemessen wurde die Kieferer Luft an drei Standorten hinsichtlich Stickstoffdioxid, Fein- und Grobstaub sowie Ruß.

Dabei fielen die Immissionen verkehrsbedingt unterschiedlich aus. So war in der Rosenheimer Straße wegen des starken Verkehrsflusses der Eintrag von Grobstaub deutlich höher als im sogenannten Kurgebiet rund um die Brünnsteinstraße und den Ortskern mit der Dorfstraße, was überwiegend auf den vermehrten Autoverkehr mit seinem Reifen- und Bremsabrieb zurückzuführen ist.

Eine vergleichsweise höhere Luftschadstoffbelastung, die aber immer noch unter den Richtwerten lag, wurde bei Südwestlagen gemessen, also wenn durch südwestliche Winde die Luft aus dem Inntal mit der hindurch führenden Autobahn A93 in den Ort transportiert wurde.

Insgesamt wird in dem Gutachten festgestellt, „dass die Belastung mit Schadstoffen im Wesentlichen kurortüblich ausgefallen ist. Alle gemessenen Luftschadstoffe haben den jeweiligen Langzeitrichtwert nicht erreicht“.

Bürgermeister Hajo Gruber ist von den Messwerten „positiv überrascht, denn ich habe im Vorfeld schon Befürchtungen gehabt wegen der Verkehrsbelastung, der Kiefersfelden durch den Grenzkontrollen-Ausweichverkehr und die saisonalen Zuströme ausgesetzt ist.

Tourismus
weiter entwickeln

Im Rathaus und im ganzen Ort ist die Freude groß, auch im Hinblick auf die touristische Weiterentwicklung des „Luftkurorts Kiefersfelden“, zumal in jüngster Vergangenheit schon einige Zweifel an der Luftqualität aufkamen, die aber jetzt mit dem Ergebnis des Gutachtens ausgeräumt sind.

Aber der Bürgermeister schaut schon in die Zukunft, sieht weiter dringenden Handlungsbedarf beim hohen Durchreiseverkehr, der, nachdem nach langem Kampf zum Jahresende die Mautfreiheit bis Kufstein-Süd wieder hergestellt werden konnte, jetzt hauptsächlich durch den Grenzkontrollen-Ausweichverkehr gegeben ist.

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