Zum Leserbrief von Christa Kratzer im lokalen Teil:
Zum wiederholten Male werden völlig unhaltbare Zahlen über ehemalige, derzeitige und zukünftige Schuldenstände der Gemeinde Aschau verbreitet!
Die Sporthalle kann nach derzeitigem Stand des Genehmigungsverfahrens wegen einer Grunddienstbarkeit nur ohne Vereinsheim und ohne Jugendzentrum gebaut werden. Diese Grunddienstbarkeit wurde seit dem Bau der alten Sporthalle nicht genutzt, das heißt: Seit 50 Jahren stand einer Nutzung durch den WSV, durch die Musikkapelle, als Jugendraum, als Wohnung und als Sauna nichts im Wege. Ein Schelm, der etwas Böses denkt!
Bei den angeführten Kosten für die Nahwärmeversorgung handelt es sich zum überwiegenden Teil um eine Vorfinanzierung, die durch kommende Gebühren und Beiträge gedeckt ist.
Einige Straßen können sinnvollerweise erst nach der Durchführung von Maßnahmen wie Nahwärmeversorgung, Erneuerung von maroden Wasserleitungen etc. durchgeführt werden. Die Kosten hierfür sind im Haushalt enthalten und in Rücklagen vorhanden.
Die Prokopfverschuldung wird sich „wahrscheinlich“ wie Frau Kratzer schreibt um 1000 Euro erhöhen, in etwa den Stand von 2014 erreichen. Dafür wird, im Gegensatz zu 2014, ein Wert für alle Aschauer für 50 Jahre geschaffen – siehe jetzige Sporthalle. Bei einem Kredit von fünf Millionen bedeutet das eine Belastung von 250000 Euro im Jahr und das kann sich Aschau leisten. Welche kostenintensiven Projekte in nächster Zukunft anstehen und wo sich Probleme ergeben könnten, darauf bleibt Frau Kratzer die Antwort schuldig.
Belastbare Zahlen sind im Übrigen auch im gut recherchierten Artikel von Sylvia Hampel im OVB vom 18.Januar 2020 nachzulesen.
Rupert Pichler
Aschau