Riedering – Die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Ausgangsbeschränkungen bringen das alltägliche Leben derzeit zum Erliegen. Auch Ämter und Behörden bleiben für den Personenverkehr noch bis voraussichtlich 19. April geschlossen.
Wer in dieser Zeit Anträge stellen muss, ist auf Telefon und E-Mail-Kontakt angewiesen. Auch die Deutsche Rentenversicherung (DRV) muss sich beweisen, denn Leistungen müssen auch weiterhin beantragt, berechnet und ausgezahlt werden. Damit das auch weiterhin funktioniert, hat die Deutsche Rentenversicherung Bund den ehrenamtlichen Versicherungsberater Manfred Kokott ins Boot geholt.
Dienste wurden
umorganisiert
„Vor Corona habe ich mehrere Gemeinden im Landkreis besucht und die Kunden vor Ort betreut“, sagt Manfred Kokott. Als Versicherungsberater gibt er Auskunft zu allen Fragen rund um den Rentenantrag, hilft bei der Antragsstellung und bringt das Versicherungskonto wieder auf den neuesten Stand. Damit die Bevölkerung auch in diesen Zeiten Anträge (Altersrente, Hinterbliebenenrente usw.) stellen kann, bietet Kokott seine Dienste während der Corona-Pandemie telefonisch an.
Der Riederinger ist seit über 33 Jahren als ehrenamtlicher Versicherungsberater der DRV Bund im gesamten Landkreis Rosenheim tätig. Auch nachdem er selbst in den Ruhestand gegangen war, arbeitete er ehrenamtlich weiter und hilft auch heute noch Menschen bei der Antragstellung. Als das Covid-19-Virus ausbrach und die Infektionsrate in der Region steil anstieg, beschloss Kokott, keine Kunden mehr persönlich zu betreuen. „Ich habe auch schon ein gewisses Alter und aus Sicherheitsgründen habe ich beschlossen, den persönlichen Kontakt zu meinen Kunden einzustellen“, sagt der Riederinger.
Kurze Zeit darauf kam auch schon die Anfrage der DRV aus Berlin, ob Kokott seine Dienste auch weiter telefonisch anbieten könnte. Damit auch während der Pandemie die Menschen in puncto Rentenantrag Unterstützung bekämen. „Natürlich habe ich zugestimmt.“ Alle Ehrenamtlichen haben bundesweit auf telefonische Antragsaufnahme umgestellt, berichtet der Riederinger.
Seitdem sei die Arbeit zwar etwas komplizierter geworden. Aber die Nachfrage sei deswegen nicht gesunken. „Die Menschen haben Verständnis für diese Situation“, sagt Kokott. Nach einem Anruf vereinbart der Versicherungsberater einen weiteren telefonischen Termin für die Antragsstellung. Er erklärt, welche Unterlagen die Kunden heraussuchen und bereithalten müssen. Dazu gehören unter anderem der Versicherungsverlauf, Personalausweis oder Sterbeurkunden. „Den Versicherungsverlauf können mir die Antragssteller auch zufaxen oder mailen“, erklärt Kokott. Unterlagen, die der Rentenversicherung im Original vorgelegt werden müssen, können nachgereicht werden. Dafür gebe es ein Formular, das Kokott aushändigt. Seit Montag, 30. März, bietet Manfred Kokott die telefonische Beratung für die Rentenantragsstellung. In dieser Zeit habe er bereits 25 bis 30 Menschen am Telefon gehabt.