Vogtareuth bringt Farbe ins Gesicht

von Redaktion

Bürgerhilfe näht kostenlose bunte Schutzmasken und liefert sie nach Hause

Vogtareuth – In der Region Rosenheim ist der Mundschutz bereits seit Mittwoch Pflicht. In allen Geschäften sowie im öffentlichen Nahverkehr muss eine Maske getragen werden. Stadt und Landkreis Rosenheim sind dabei der bayernweiten Regelung, die erst ab kommenden Montag gilt, um fünf Tage voraus.

In Vogtareuth wird der Mundschutz bereits zum modischen Accessoire: bunt, mit Blümchen, mit Streifen, zum Schnüren oder mit Gummibändern hinter den Ohren. Die Bürgerhilfe Vogtareuth bietet kostenlos verschiedene Maskenmodelle inklusive kontaktloser Lieferung vor die Haustür an. Etliche Bürger tragen bereits eine dieser Schutzmasken beim Einkaufen und Spazierengehen.

Masken werden
auf Vorrat genäht

Dank einer Stoffspende wurde von einigen ehrenamtlichen Helferinnen Mund- und Nasen-Schutz auf Vorrat genäht – mit und ohne Vlieseinlage. „Sie sind alle aus Baumwolle und bei 60 Grad Celsius waschbar“, sagt Andrea Maier von der Bürgerhilfe. Sie weist darauf hin, dass der kostenlose Schutz vornehmlich für Vogtareuther Bürger gedacht ist. Hilfe beim Nähen sowie Sachspenden, insbesondere Gummibänder, seien jederzeit willkommen.

Wer eine kostenlose Maske will oder helfen möchte, kann sich mit der Bürgerhilfe Vogtareuth unter der Telefonnummer 0151/ 41687423 oder per E-Mail an buergerhilfe.vogtareuth@ gmail.com in Verbindung setzen.

Gerüchte, dass Schutzmaskenverkäufer in Vogtareuth–mit oder ohne Reisegewerbekarte – von Haus zu Haus unterwegs sind, ließen sich nicht bestätigen. Auch dem Polizeipräsidium Oberbayern Süd liegen keine entsprechenden Hinweise aus dem Gemeindegebiet vor. Dennoch könnten Betrügereien rund um das Thema Mundschutz nicht generell ausgeschlossen werden, erklärt Polizeisprecher Stefan Sonntag auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen.

Bürger können Polizeinotruf wählen

Sollten Bürger aber verdächtige Wahrnehmungen machen, sollten sie sich umgehend mit der Polizei in Verbindung setzen. Dazu könnten die Bürger jederzeit auf die Notrufnummer 110 zurückgreifen, versichert Sonntag. „Wir schicken dann eine Streife raus und prüfen den Sachverhalt vor Ort.“

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