Amerang mitgestaltet

von Redaktion

Gemeinderat Fürstenberger brachte Umweltschutz voran

Amerang – Nach 18 Jahren im Ameranger Gemeinderat ist für Konrad Fürstenberger (ödp) nun Schluss. Als größten Erfolg in seiner Gemeinderatstätigkeit wertet er selbst, die maßgebliche Mitgestaltung der Ameranger Energiewende. Den Grundstein dazu hat der Evenhausener vor mittlerweile 20 Jahren gelegt. Damals hatte er die Idee, dass die Gemeinde alternative Energieprojekte der Bürger finanziell unterstützen sollte.

Ein Bürgerkraftwerk
für Amerangs
Energiewende

Da Amerang damals sehr hoch verschuldet war, wurde der Arbeitskreis Ameranger Energiewende ins Leben gerufen, den Fürstenberger viele Jahre leitete. Hier wurde diskutiert, wie in Amerang die Energiewende vorangetrieben werden könnte. So entstand in den Jahren 2002 und 2004 das Bürgersolarkraftwerk.

Außerdem wurden Vorträge, Ausstellungen und dergleichen organisiert. An der Schule wurde als Projekt „Tag der Sonne“ veranstaltet. Die Gemeinde beteiligte sich an der Solarbundesliga, wo deutschlandweit die alternativen Energien (PV-Anlagen, Kollektorflächen) in einer Rangliste verglichen wurden. Nicht zuletzt wurde auch eine Ladesäule für Elektrofahrzeuge errichtet und die Bürger wurden beispielsweise bei einem Heizungspumpentausch von der Gemeinde finanziell unterstützt.

„Alle diese Projekte wurden im Gemeinderat immer wohlwollend unterstützt. Sie haben bei vielen Bürgern den Boden für den Umstieg auf die drei „E“s, also auf erneuerbare Energien, Energieeinsparung und Energieeffizienz bereitet und dadurch die Gemeinde ein Stück zukunftsfähig gemacht“, freut sich Fürstenberger. „Das war für mich neben der Förderung der Schule und Kinder – beispielsweise Einrichtung der Mittags- und Hausaufgabenbetreuung – ein wichtiges Leitmotiv meines Engagements in der Gemeinde“.

Kritisch sieht Konrad Fürstenberger dagegen die Entwicklung der Bautätigkeit in einigen Bereichen. „Das ist für mich nicht mehr angenehm anders“, sagt der bald 71-Jährige. Er sei überhaupt nicht gegen maßvolle Bautätigkeit. Nur dürfe sie nicht wie in Kammer das Ortsbild „verschandeln“ und zu einem Ausverkauf der viel gepriesenen Landschaft führen. Aus der Sicht Fürstenbergers soll dagegen mehr in die Nutzung des Bestandes beziehungsweise von Baulücken investiert werden. Klar sei auch, dass der Gemeinde in vielen Fällen die Hände gebunden seien, weil sie nicht im Besitz der geeigneten Gebäude oder Flächen sei.

Abweichende
Meinungen
haben es schwerer

Insgesamt kommt dem ÖDP-Vertreter in Amerang der ökologische Gedanke beispielsweise im Hinblick auf den sparsamen Umgang mit Grund und Boden zu kurz. „So wurde das Amt für mich in den letzten Jahren nicht nur aus Alters- und Gesundheitsgründen immer beschwerlicher“, sagt Konrad Fürstenberger. Vom vorherrschenden Mainstream abweichende Meinungen würden im Gegensatz zu früher immer weniger ernst genommen, befürchtet er. 

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