Zum Bericht „Streit über Steinbruch geht weiter“, erschienen im Lokalteil:
Die Geschichte des Nußdorfer Steinbruchs ist keine Ruhmesgeschichte: Ungereimtheiten in den verschiedenen Genehmigungen der Fachbehörden, nicht eingehaltene Zusagen vonseiten des Betreibers und Tätigkeit im Landratsamt nur auf Druck haben das Vertrauen der Bevölkerung zerstört. In den 60er-Jahren war der Bevölkerung ein „unsichtbarer Steinbruch“ versprochen worden!
Wenn der Betreiber aktuell von „umweltfreundlicher Rohstoffgewinnung“ spricht, wirkt das angesichts der Vorgehensweise, die in der Vergangenheit stets nur den eigenen wirtschaftlichen Vorteil im Blick hatte, wie blanker Hohn. Gefährdung von Leib und Leben durch Hangrutsch, Steinschlag und weitere Georisiken, Schutzwaldabbau und Murenbildung sowie die unwiderrufliche Zerstörung des Landschaftsbildes sind die möglichen Folgen einer Erweiterung des Abbaugebiets.
Möge Otto Lederer als neuer Chef des Landratsamtes sich gut mit den aktuellen Akten und der ganzen Historie des Steinbruchs beschäftigen und erkennen, dass eine Abbauerweiterung nicht genehmigungsfähig ist!
Barbara Schiedermair
Nußdorf