Halfing – Direkte Worte wählte Regina Braun (CSU), Halfings neue Erste Bürgermeisterin, bei der konstituierenden Sitzung des Halfinger Gemeinderates in der Mehrzweckhalle. Sie warb für eine „konstruktive Zusammenarbeit und Respekt im direkten Umgang miteinander“ und forderte zugleich auch „konstruktive Kritik“. Das Amt des Gemeinderates bezeichnete sie als „Dienstleistung für die Gemeindebürgerinnen und -bürger.“ Sie freue sich, dass viele interessierte Halfinger der Sitzung beiwohnen, so die neue Rathauschefin weiter.
Da sie in den vergangenen sechs Jahren als Zweite Bürgermeisterin Halfings amtierte und damals auch den Amtseid abgelegt hatte, war eine erneute Vereidigung nicht mehr nötig. Nachdem ihr der scheidende Bürgermeister Peter Böck (CSU) die Amtskette umgelegt hatte – „ein bisschen wehmütig bin ich jetzt schon“, sagte Böck – vereidigte Braun die beiden neuen Gemeinderäte Tobias Hofer und Christoph Friedrich.
Konrad Aicher ist Zweiter Bürgermeister
Für das Amt des Zweiten Bürgermeisters stellten sich gleich drei Kandidaten zur Verfügung: Konrad Aicher (seit 2002 für die Halfinger Wählervereinigung (HWV) im Gemeinderat), Johannes Guggenberger (seit 2008 für die CSU im Gemeinderat, nun aber von den Freien Wähler für das Stellvertreteramt vorgeschlagen) sowie Stefan Schlaipfer (seit 2014 für die CSU im Gemeinderat).
In geheimer und schriftlicher Abstimmung kamen die drei Kandidaten in den ersten beiden Wahlgängen auf jeweils gleich viele Stimmen, per Losverfahren schied Schlaipfer dann aus, ehe sich im letzten Wahlgang Aicher gegen Guggenberger mit neun zu sechs Stimmen durchsetzte.
Einen Dritten Bürgermeisterposten zu vergeben, lehnte das Gremium nach langer Debatte mit drei Gegenstimmen ab. Bei seiner Vereidigung warb auch Aicher um ein vertrauensvolles Miteinander im Gremium.
Zu weiteren Stellvertretern wurden die beiden Dienstältesten im Gemeinderat, Peter Aicher (HWV) und Johann Landinger (HWV), bestimmt.
Als nächster Punkt stand die Satzung zur Regelung von Fragen des örtlichen Gemeindeverfassungsrechts an. Nach kurzer Diskussion stimmten die Gemeinderäte für einen vorberatenden Haupt- und Finanzausschuss, der wie in den Jahren zuvor mit insgesamt fünf Personen (samt Bürgermeisterin als Vorsitzende) besetzt sein soll. Bezüglich des Bauausschusses gab es ebenfalls Diskussionen: Johannes Guggenberger (CSU) sprach sich für einen beschließenden Ausschuss, „weil zeitsparend,“ aus, auch Sepp Hofer (FW) schloss sich dieser Meinung an, forderte zugleich aber auch eine größere Besetzung des Ausschusses. Schlaipfer (CSU) erklärte, dass die große Runde „Charme“ habe, aber „nicht zielführend“ sei, eine Ansicht, der Konrad Aicher (HWV) folgte. Es gehe um „bestmögliche Entscheidungen für die Gemeinde“.
Mit einer Zweidrittelmehrheit stimmten die Gemeinderäte schließlich für einen vorberatenden fünfköpfigen Bauausschuss. Auch beim Rechnungsprüfungsausschuss bleibt alles wie gehabt. Die Sitzungsgeldpauschale von 25 Euro wird ebenfalls beibehalten. Die Vertreter für die einzelnen Ausschüsse wurden jeweils einstimmig ins Amt gewählt.
Verabschiedung
im Dezember geplant
Ehe die öffentliche Sitzung zu Ende ging, erklärte Bürgermeisterin Braun, dass angesichts der momentan „seltsamen Zeit“ der Bürgermeister a.D. Peter Böck und der ausgeschiedene langjährige Gemeinderat Christian Rieder beim Jahresabschlussessen im Dezember offiziell verabschiedet werden sollen.