„Natürlich sind wir traurig“

von Redaktion

Die Festwoche der Feuerwehr Fischbach ist abgesagt – Nachholtermin noch unklar

Fischbach – Drei Jahre Planung seien nun umsonst, sagt Karl Denk junior, Erster Vorsitzender der Feuerwehr Fischbach, denn jetzt ist es offiziell: Die Festwoche, die von 10. bis 15. Juni stattgefunden hätte, wurde abgesagt. Ein Nachholtermin stehe noch nicht fest. Aktuell herrsche nämlich ein Versammlungsverbot.

Alle Planungen
standen bereits fest

„Alles war fix und fertig“, sagt Werner Tobien, Erster Kommandant der Feuerwehr Fischbach. Das Programm, die Plakate, das Zelt, die Musik, die Bewirtung – schlichtweg alles. Wie man sich da fühlt? „Man ist natürlich traurig“, sagt Tobien. „Wir haben wahnsinnig viel Arbeit da reingesteckt.“ Aber gegen Corona habe die Festwoche keine Chance: „Das Risiko kann man nicht eingehen“, so der Erste Kommandant.

Eingeläutet hätte die Festwoche am 10. Juni der Bieranstich. Einen Tag darauf hätte es einen Kabarett-Abend mit „Da Huawa, da Meier und i“, gegeben. Der Freitagabend wäre mit einer „Blaulicht-Party“ für die „jungen Leute“ reserviert gewesen, erklärt der Feuerwehr-Kommandant. Aufgespielt hätte die Band „Shark“. Ein Bier- und Weinfest hätte am Samstag stattgefunden, gefolgt vom großen Festtag mit Festzug am Sonntag: „1500 bis 2000 Leute hätten wir erwartet“, sagt Werner Tobien. Dazu eingeladen hätte man die Feuerwehren aus dem Landkreis Rosenheim sowie aus dem benachbarten Tirol. Den Abschluss der Festwoche hätte das Kesselfleisch-Essen gebildet. Das Bier hätte man von der Auerbräu GmbH bezogen.

Für die meisten geplanten Veranstaltungen hätte man keinen Eintritt bezahlt, sagt Tobien. Nur für den Kabarettabend und die „Blaulicht-Party“ wären Karten gewesen. Der dafür angelaufene Kartenverkauf wurde bereits gestoppt. Wer im Vorverkauf bereits Karten erworben habe, bekomme sein Geld zurückerstattet, versichert Tobien. Infos dazu gebe es auf der Internetseite www.freiwillige-feuerwehr-fischbach.de/Kartenvorverkauf. „Da hängt schon ein ganz schöner Rattenschwanz dran“, sagt Karl Denk über die Planung. Dass die Festwoche geplatzt ist, findet er schade. Viele Leute hätten sich gefreut, dass sich in Fischbach mal „was rührt“.

Über 1000 Kameraden
erwartet

Ob, wann und in welcher Form die Festwoche nachgeholt wird, steht noch nicht fest. „Im nächsten Jahr aber definitiv nicht“, sagt der Vorsitzende. Da wären schon andere Feierlichkeiten geplant. Er könne sich aber vorstellen, in zwei oder fünf Jahren das Jubiläum nachzuholen: „In fünf Jahren könnte man das 155-jährige Bestehen feiern.“ Mit den Vorbereitungen müsste man dann allerdings wieder von vorne beginnen, macht Denk deutlich.

Die Festwoche mit über 1000 erwarteten Feuerwehrkameraden aus dem gesamten Inntal und dem benachbarten Tirol abzuhalten, sei selbst bei weiteren Lockerungen nicht „verantwortbar“ gewesen, sind sich Tobien und Denk einig. Dass in Bayern alle Großveranstaltungen bis Ende August ohnehin verboten sind, habe ihre Entscheidung bekräftigt.

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