„Man kann den Platz wieder fühlen“

von Redaktion

Im Golfclub Höslwang läuft der Betrieb an – Von Mitgliedern sehr unterstützt

Höslwang – Nina Gstatter ist froh, dass „ihr“ Golfclub Höslwang wieder geöffnet hat. Auch wenn sie, die seit vergangenen Herbst das Clubhaus und den Golfbetrieb managt, während der Corona-Ausgangsbeschränkungen vom Homeoffice aus die Geschäfte geleitet hat, so ist sie doch erleichtert, dass sie wieder das Tagesgeschäft vor Ort ausüben darf.

Und mehr noch, dass sie – sie spielt seit über 20 Jahren Golf und ist in der Deutschen Jugend-Golf-Liga – war sogar im Damen-Golfkader – auch wieder putten darf. Schon während der „staden“, golffreien Zeit habe sie viele E-Mails und Anrufe bekommen, wann man denn wieder golfen dürfe, auch wenn sie (wie auch die Anrufer) Verständnis äußert über die Ausgangsbeschränkungen.

Sport findet mehr
und mehr Anhänger

„Alle sollen sich bei uns willkommen fühlen“, das sei nicht nur ihr Credo, sondern auch das Motto des Clubs. Trotz Maske erkennt man ihr Lächeln, und wenn sie dann anfängt, vom Golfen zu schwärmen, versteht man auch, warum der Golfsport mehr und mehr Liebhaber findet. In Großbritannien sei das schon seit dem 16. Jahrhundert Volkssport, in Deutschland hafte hingegen dem Golfen immer noch das Dünkelhafte zu ihrem großen Bedauern an. Dabei sei das Golfen ein Outdoor-Sport, den man von jungen Jahren an bis ins hohe Alter betreiben könne.

Dass das Golfen gesund ist, bestätigt auch Frank Scheffer, seit sechs Jahren Pro beim Höslwanger Golfclub. Der gebürtige Essener, der von April bis Oktober mehr oder weniger tagtäglich Kurse gibt und winters Golfreisen vornehmlich nach Griechenland und Spanien anbietet, muss gar nicht lange überlegen, um die Vorzüge seines Sports aufzuzählen. Man bewegt sich draußen in der freien Natur, kann gleichzeitig miteinander spielen und sich unterhalten. Und es „sei vollkommen egal“, welches Handicap, beziehungsweise Spielerniveau, man hat.

„Beim Golfen steht man doch nicht eng beieinander, und die soziale Komponente hat doch allen während der Corona-Zeiten gefehlt.“ Wie dem auch sei, er ist froh, wieder zurück zu sein.

Greenkeeper
hatten keine Pause

Für die Greenkeeper hingegen bedeutete die Corona-Pause genau genommen keine Pause. „Wir haben große Pflegemaßnahmen vom Sommer oder Spätsommer vorgezogen und auch in Ruhe am Platz umbauen können,“ so der Head- Greenkeeper Florian Münzberger.

Münzberger und seine Mitarbeiter haben in den vergangenen acht Wochen viel auf dem Green gearbeitet. „Zum Golfen komme ich eh erst im Herbst, wenn es arbeitstechnisch wieder ruhiger ist“, so der Rosenheimer. Es sei eigentlich ein Muss zu spielen, denn dann könne man den Platz fühlen.

„Es ist eine
echte Freude“

Giorgio Dander, seit 2017 Präsident, ist ebenfalls von der Aufhebung der Ausgangsbeschränkungen begeistert: „Es ist eine echte Freude, wieder spielen zu dürfen.“ Der Platz sei schon jetzt, in der kurzen Zeit seit Wiedereröffnung, „gut frequentiert.“ Sein Gefühl, dass sich die Golfer hier wohlfühlen, habe ihn nicht getäuscht.

Viele Mitglieder hätten in der Pause Gutscheine für Trainerstunden gekauft, und genauso haben das die Mitglieder bei der Gastronomie gemacht. „Da sieht man schon, dass wir eine richtige Familie sind.“

Golfclub wurde 1974 gegründet

Der Golfclub Höslwang im Chiemgau e.V. wurde im Jahr 1974 gegründet. Dabei entstanden die ersten drei Spielbahnen, die in den nachfolgenden 20 Jahren auf 18 Loch ausgebaut wurden. 2008 folgte der Neubau des Clubhauses und 2013 der Ausbau der Driving Range. Das Gelände des Golfclubs erstreckt sich auf 76 Hektar, mit Wäldern, Teichen, Ausgleichsflächen und verschiedenen Spielelementen. Seit März 2018 gehört auch die City Golf Anlage in Rosenheim/Happing mit Driving-Range und 9-Loch-Übungsanlage zu Höslwang. Der Club hat derzeit gut 660 Mitglieder.

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