Pittenhart – Der Gemeinderat Pittenhart befürwortete die Abschlusszahlen der Jahresrechnung für 2019 und genehmigte einstimmig nachträglich die darin enthaltenen Haushaltsüberschreitungen.
Der Pittenharter Haushalt wurde mit rund 4,5 Millionen Euro in Einnahmen und Ausgaben abgeschlossen, davon waren 3,2 Millionen Euro dem Verwaltungshaushalt zuzurechnen und 1,3 Millionen Euro dem Vermögenshaushalt. Der Haushaltsausgleich konnte ohne Kreditaufnahme erfolgen, außerdem wurden der allgemeinen Rücklage 681000 Euro hinzugefügt, sodass sich dort nun 826000 Euro befinden. Da diese Summe den Schuldenstand von knapp 200000 Euro bei Weitem übersteigt, kann Pittenhart folglich als schuldenfrei gelten. Diese positive Finanzlage der Gemeinde sei laut Rechenschaftsbericht von Kämmerin Isabella Bauer vor allem auf Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer und der Grunderwerbssteuer von etwa 135000 beziehungsweise 44000 Euro zurückzuführen.
So konnten dem Vermögenshaushalt, aus dem die Investitionen der Gemeinde getätigt werden, fast 572000 Euro aus dem Verwaltungshaushalt zugeführt werden, 416000 Euro mehr als im Haushaltsplan ursprünglich dafür vorgesehen waren.
Dass der Gesamthaushalt dennoch den Ansatz nicht überstieg, lag vor allem daran, dass einige geplante Maßnahmen des Vermögenshaushalts noch nicht zum Tragen gekommen waren. Die relativ hohe Rücklage ist eine gute Voraussetzung für ihre Durchführung im laufenden Jahr. Als größter Posten im vergangenen Jahr wurden nochmals rund 550000 Euro für die Errichtung der Kinderkrippe ausgegeben.
Allerdings erhielt die Gemeinde 2019 dafür bereits staatliche Zuwendungen von 191000 Euro, mit der Schlusszahlung ist 2020 zu rechnen. Für die Breitbandversorgung wurden 117000 Euro fällig, dadurch konnten aber auch fast 92000 Euro an Fördermitteln abgerufen werden.
Für den Straßenbau in der Erweiterung des Baugebiets „Hinzinger Länder“ brauchte man knapp 60000 Euro. Das neue Salzsilo am Bauhof kostete mit Fundamentierung 51000 Euro. Für die Fertigstellung des Schaubienenstands „Bienen und Natur am Hilgerhof“ wurden 2019 noch 42000 Euro ausgegeben, die „Leader-Förderung“ dafür wird erst 2020 eingehen.
Die ursprünglich als größter Posten im Haushaltsansatz für 2019 vorgesehenen 650000 Euro für Grunderwerb wurden in diesem Jahr noch nicht ausgegeben; ein Teil davon wird dann 2020 zum Tragen kommen.igr