Rott – Die konstituierende Sitzung der Verwaltungsgemeinschaft Rott hatte es in sich. Zum einen fehlte der designierte Vorsitzende, Bürgermeister Daniel Wendrock, der sich momentan in Corona-Quarantäne befindet (wir berichteten) und zum anderen kürzten sich die neuen Ausschussmitglieder gleich einmal selbst die Sitzungsgelder.
Als bisheriger Gemeinschaftsvorsitzender eröffnete Marinus Schaber zunächst die Versammlung. Die Gemeinden Rott und Ramerberg sind rechtlich selbstständig, bilden jedoch zusammen eine Verwaltungsgemeinschaft, die die Verwaltungsaufgaben für beide Gemeinden übernimmt. Die Mitarbeiter der Verwaltung sind Beschäftigte der Verwaltungsgemeinschaft. Die Anzahl der Gemeinderäte für den Gemeinschaftsausschuss richtet sich nach der Einwohnerzahl. So konnte Rott mit über 4000 Einwohnern neben Bürgermeister Daniel Wendrock fünf Gemeinderatsmitglieder für den Ausschuss benennen. Ramerberg mit 1200 Einwohnern ernannte neben Bürgermeister Manfred Reithmeier (UWR) zwei Gemeinderäte (siehe Infokasten).
Auch weniger Geld für die Vorsitzenden
Seit Beginn der Verwaltungsgemeinschaft wurde der Rotter Bürgermeister zum Gemeinschaftsvorsitzenden der Verwaltungsgemeinschaft gewählt und der Ramerberger Bürgermeister zu dessen Stellvertreter. So war es auch diesmal. In Abwesenheit wurde Daniel Wendrock mit acht gültigen Stimmen gewählt.
In einem zweiten Wahlgang wurde Manfred Reithmeier bei einer Enthaltung mit sieben Stimmen sein Stellvertreter. Als weiterer Stellvertreter wurde Alfred Zimpel im dritten Wahlgang mit acht Stimmen ernannt.
Nachdem der neue Gemeinschaftsvorsitz und Stellvertreter gewählt waren, übernahm Manfred Reithmeier stellvertretend für Daniel Wendrock den Vorsitz der Gemeinschaftsversammlung. Es galt, eine Entschädigung für die ehrenamtliche Tätigkeit in der Verwaltungsgemeinschaft festzulegen. Da der Aufwand mit etwa vier Sitzungen im Jahr und einer eher kurzen Sitzungsdauer als gering angesehen wurde, schlug Jan-Lukas Knoll als stellvertretender Leiter der Geschäftsstelle eine Absenkung des Sitzungsgeldes von 25 auf 20 Euro vor und auch die monatliche Entschädigung für den Gemeinschaftsvorsitzenden und des Stellvertreters sollte um 50 Euro auf 300 Euro beziehungsweise 100 Euro gekürzt werden. An diesem Punkt warf Marinus Schaber (Bürger für Rott) ein, dass das Amt des Gemeinschaftsvorsitzenden zeitlich nicht zu unterschätzen sei und verwies darauf, wie viele Mitarbeitergespräche zu führen seien. Konrad Fuchs (NRL/FWGR) fand die Absenkung dagegen „ein gutes Signal“, schließlich sei die Aufgabe ein Ehrenamt. Abschließend bewilligten die Ausschussmitglieder einstimmig die Absenkung.
Einstimmige Entscheidungen
Für die neue Geschäftsordnung wurden drei Änderungen thematisiert. So soll der Vorsitzende im Einzelfall Ausgaben bis 2750 Euro genehmigen können. Die Mindestladungsfrist sollte von sieben auf fünf Tage reduziert werden und bei Anträgen vonseiten des Personals sollte es eine Frist von zwölf Tagen geben. Auch hier stimmte der Ausschuss einstimmig zu.