Runder Tisch berät über Kindergarten-Standort

von Redaktion

Erster nicht-öffentlicher Planungstreff nächste Woche – Bürgerentscheid auf Ende Juli verschoben

Eggstätt – Auch wenn der erste runde Tisch bezüglich des Neubaus einer Kindertagesstätte am heutigen Dienstag, 9.Juni, unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden soll, fand der Vorschlag der Eggstätter Verwaltung hinsichtlich der Besetzung der Planungsgruppe einstimmige Befürwortung im Gemeinderat.

Seit Langem beschäftigt sich das Gremium mit der Standortsuche für den
Kindergarten Villa Sonnenschein. Die Standortfrage trieb sogar eine Bürgerinitiative (BI) auf den Plan, die einen Bürgerentscheid mit über 400 Unterschriften gegen einen Standort an der Obinger Straße forderte, obwohl sich der Gemeinderat mehrheitlich für diesen neuen Standort ausgesprochen hatte. Ursprünglich war allerdings ein Grundstück am Mühlenweg vorgesehen. Der Bürgerentscheid ist auf Ende Juli verschoben, davor soll sich ein runder Tisch mit der Standortfrage beschäftigen. Ein Plan, der sowohl bei den Vertretern der BI als auch bei den Gemeinderäten auf Zustimmung stieß.

Schon die BI hatte betont, dass man einen Konsens finden und nicht den Ort spalten solle. Der Ansicht schloss sich auch Bürgermeister Christian Glas (Freie Bürger) in der Sitzung an.

Laut BI sollen 13 Personen am runden Tisch sitzen: Vertreter der BI, der Elternschaft, der Schule und der Verwaltung sowie ein unabhängiger Moderator. Der Architekt hingegen solle erst in der Endphase „bei gezielten Fragen (…) oder in der Endphase miteinbezogen werden“, wie es im Antrag heißt. Glas hingegen befand die Teilnehmeranzahl als zu hoch.

Für das erste Treffen allerdings, so Glas, könne er sich sogar mehr Teilnehmer vorstellen. Bei der Besetzung vermisse er allerdings die Erwähnung des Ersten und/oder Zweiten Bürgermeisters. Zudem sei ihm die Teilnahme des Architekten wichtig. Jens Stadler (Bündnis90/Die Grünen) erklärte, dass man erst einen Konsens finden müsse, ehe es an eine Weiterplanung mit Architekt gehe.

Helmut Hundhammer (CSU) begrüßte den Vorschlag eines runden Tisches. Dort könne man auch über andere Standorte nachdenken: „Das Projekt ist eines der größten der Gemeinde,“ da müsse die gesamte Gemeinde dahinter stehen. Hans Plank (CSU) erklärte, dass man niemandem vor den Kopf stoßen wolle, ein runder Tisch stehe für einen guten Dialog.

Glas wiederholte seine Ansicht: „Je größer die Runde, desto mehr Meinungen.“ Die Gruppe müsse sich nach dem ersten Treffen verkleinern. Für das erste nicht-öffentliche Treffen solle jede Fraktion einen Teilnehmer bestimmen, die Verwaltung werde rechtzeitig einladen. Die weiteren Treffen in verkleinerter Runde seien dann wieder der Öffentlichkeit zugänglich. elk

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