Kiefersfelden/Raubling/Neubeuern – Ins kühle Nass hüpfen oder sich auf dem Badetuch sonnen – jetzt, wo die Pfingstferien quasi vor der Tür stehen, und die Temperaturen kontinuierlich steigen, dürften die umliegenden Badeseen und Schwimmbäder reichlich Ansturm erwarten. Welche Seen sind zugänglich und welche Hygienevorschriften gelten dort? Die OVB Heimatzeitungen haben sich im Inntal umgehört.
Reischenharter See:
Kiosk geöffnet
Bei den Seen im Raum Raubling gab es nicht wirklich ein Verbot, erklärt Stefan Landprecht, Geschäftsleiter der Gemeinde Raubling. So gesehen waren die Gewässer in Raubling während der Corona-Krise in den vergangenen Wochen frei zugänglich. Um die Leute auf die Hygieneregeln hinzuweisen, wurden laut Landprecht entsprechende Hinweisschilder angebracht. Auch die Polizei habe regelmäßige Kontrollen abgehalten. Seit dem 18. Mai hat auch der Kiosk am Reischenharter See wieder geöffnet. Laut Kioskbetreiber Josef Hackner hätten schon einige Leute den See aufgesucht und die sonnigen Tage zum Baden genutzt.
Hochstrasser See
mit To-Go-Service
Auch am Hochstrasser See rührt sich was: Wirtin und Kioskbetreiberin Petra Labus habe seit Karfreitag schon geöffnet – unbestuhlt und mit To-Go-Service zunächst. Seit 18. Mai gebe es nun wieder „das volle Programm“. „Die Leute sind unglaublich dankbar und freundlich“, schwärmt sie. An den Toiletten seien entsprechende Hygiene-Hinweise angebracht worden. Auch gebe es eine Maskenpflicht für die Mitarbeiter und beim Bestellen des Essens auch für die Gäste. Die Kontaktdaten der Besucher werden aufgenommen und zur Sicherheit stehen überall Desinfektionsmittel bereit. Ob Pfingsten ein großer Zulauf naht? Das hänge vom Wetter ab, meint Labus. Aber für einen Ansturm sei man gewappnet.
Großholzhausener Schwimmbad
Laut Bayerischer Staatsregierung dürfen ab Montag, 8. Juni, unter Einhaltung strenger Hygienemaßnahmen auch Freibäder wieder eröffnen. Für das Schwimmbad in Großholzhausen erarbeitet man derzeit ein Hygienekonzept. „Das möchten wir uns noch vom Landratsamt abnehmen lassen“, sagt Stefan Landprecht. Genaue Details könne der Geschäftsleiter der Gemeinde Raubling noch nicht nennen. Dazu müssten noch weitere Gespräche geführt werden. „Relativ sicher“ werde es aber eine begrenzte Besucherzahl geben. „Wir wussten wochenlang nicht, ob wir überhaupt aufmachen dürfen.“ Jetzt müsse man zusehen, ob man die Auflagen der Hygienevorschriften auf das Schwimmbad in Großholzhausen umsetzen könne. „Ich bin zuversichtlich“, sagt Landprecht.
Allerdings möchte er keine falschen Hoffnungen schüren. Zu Beginn des „Shut-Downs“ gab es an der Einfahrt zum See eine Schranke. „Das hatte den Hintergrund, dass leider viele Menschen noch nicht den Ernst der Lage verstanden hatten und sich in größeren Gruppen am See aufhielten. Wir wollten durch die geschlossene Einfahrt den Zulauf etwas begrenzen“, so der Rathauschef. Grundsätzlich sei das Baden am Neubeurer See aber erlaubt. Schneider weist allerdings darauf hin, dass sich Besucher weiter an die Allgemeinverfügungen und die Hygienehinweise wie Abstandsregelungen halten sollen.
Kreutsee und
Kieferer See
In Kiefersfelden wurden die Naturseen (Kreutsee und der Kieferer See) nicht abgesperrt, auch Hinweisschilder wurden nicht angebracht, berichtet Michael Priermeier, Geschäftsleiter der Gemeinde Kiefersfelden auf Nachfrage. Aber, so appelliert er an die Besucher: „Man sollte sich nicht Handtuch an Handtuch legen.“ Laut Priermeier hätten schon einige Besucher die sonnigen Tage zum Schwimmen genutzt.
Wassersportanlage
Hödenauer See
Sportlich können sich die Besucher am Hödenauer See in Kiefersfelden betätigen: Der Wasserski-Lift ist seit dem 11. Mai wieder eröffnet, sagt Jana Wittenbrock, leitende Angestellte der Wasserski- und Wakeboardanlage.
Die angrenzende Gastronomie könne seit 18. Mai wieder besucht werden. Wittenbrocks Fazit: „Die Gäste verhalten sich überwiegend vorbildlich.“ Der Startbereich des Wasserski-Lifts sei abgesichert und mit Abstandsmarkierungen abgesteckt. Eintrittskarten für den Lift seien im nahegelegenen Shop erhältlich. Dort sowie in der Gastro herrsche Maskenpflicht, sagt Wittenbrock. Die Anlage werde bereits wieder gut genutzt –sowohl von Familien als auch von Einzelpersonen. Vereinzelt gebe es schon Badegäste am Hödenauer See.