Schulbus fährt vorerst bis zu den Sommerferien

von Redaktion

Gemeinderat Eggstätt einigt sich auf „Probebetrieb“ für Grundschulkinder aus nördlichen Ortsteilen

Eggstätt – Nach langer Diskussion einigte sich der Gemeinderat Eggstätt in jüngster Sitzung darauf, dass für die Grundschulkinder, die in die nördlichen Ortsteile mit dem Schulbus fahren, bis zu den Sommerferien eine Art „Probebetrieb“ stattfindet. Zum einen sei – so der Beschluss – wegen des Coronavirus mit weniger Schülern zu rechnen, und zum anderen müsse noch einmal abgeklärt werden, wie groß der eingesetzte Bus sein müsse und wann die Abfahrtszeit sein solle.

45 Minuten
Wartezeit

Schon in der Sitzung im April war dieser Punkt heiß diskutiert worden. In einem Schreiben an die Rathausverwaltung hatten damals Eltern von Grundschülern aus Weisham, Ober- und Unterulsham um eine weitere Buslinie Richtung nördliches Gemeindegebiet gebeten, weil diese Schulkinder bei Schulschluss um 13 Uhr bis zu 45 Minuten auf den Anschluss-Schulbus aus Prien warten müssten.

Der damalige Ratsbeschluss lautete, genauere Erkundigungen über Kosten, Schüleranzahl und Transportregelungen für Schüler weiterführender Schulen einzuholen (wir berichteten). Bürgermeister Christian Glas (FB) konnte nun Ergebnisse vermelden. Der Bustransport mache 25 Euro pro Tag aus, gut 180 Schultage fielen pro Jahr an, und bis zu 13 Schüler benötigten diese Buslinie nach Schulschluss. Ein Punkt, zu dem Hans Plank (CSU) anmerkte, dass ein Privatauto – mit mehreren Kindern besetzt – dann wohl nicht mehr ausreiche.

Er erinnerte an den Wahlkampf, bei dem alle Kandidaten sich für mehr Zeit für Familien ausgesprochen hätten. Kinder würden viel Zeit verlieren, wenn sie vor der Schule auf den Bus warteten, war auch ein Argument für die Einrichtung einer eigenen Buslinie bei Kajetan Huber (FB).

Auch Helmut Hundhammer (CSU) meinte, dass Kinder den Bustransport wert seien, während Markus Löw und Thomas Nitzinger (FB) ein „Aber“ hinsichtlich der Ausgaben äußerten. Marianne Schönhuber (ÜWG) erinnerte daran, dass Schulkinder der weiterführenden Schulen bei einer Entfernung von unter drei Kilometern keinen Anspruch auf einen Weitertransport hätten, sodass es keinen Grund gebe, auf diese an der Eggstätter Grundschule zu warten. Bürgermeister Glas schlug einen „Probebetrieb“ bis zu den Sommerferien vor. elk

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