Maibaum noch rechtzeitig im Mai aufgestellt

von Redaktion

Sachranger Vereine und Bewohner erhalten in Zeiten der Corona-Krise die Tradition

Sachrang – Gerade noch rechtzeitig im Mai wurde der Sachranger Maibaum aufgestellt, damit ist die Sachranger Dorfansicht wieder komplett. 140 Jahre stand der Baum im Bergwald und erreichte dabei die stattliche Höhe von über 30 Metern, mit rund drei Festmetern Holz und einem Gewicht von anderthalb Tonnen.

Die nächsten sechs Jahre wird er im Mittelpunkt des Sachranger Dorflebens stehen. Gleich nach dem Fällen stellten ihn die Trachtler vom Nachbarsverein „Edelweiß“ Niederaschau noch im Wald sicher und brachten ihn an einen geheimen Ort ins Versteck. Mithilfe der „Diebe“ vom Trachtenverein Niederaschau, der beiden Feuerwehren von Sachrang und Aschau und der Mitarbeiter des Sachranger und Aschauer Bauhofs wurde der Baum in den letzten Maitagen wieder „hoam“ gebracht. Zum ersten Mal in der Geschichte der Sachranger Maibäume wurde er nicht mit Muskelkraft, sondern durch einen Autokran aufgestellt.

Die Montage der Figuren erfolgte mit der neuen Drehleiter der Aschauer Feuerwehr. Der Sachranger Holzschnitzer Roland Füssel schnitzte die neuen Figuren. Als Vorlage wählte er die bisherigen Figuren aus. Bei der Vorbereitung der Rohlinge unterstützten ihn Manfred Fuchs und Bernhard Bauer. Das Eichenholz für die Figuren erhielt der Verein als Spende von einer örtlichen Firma. Erika Pospischil bemalte die Figuren nach dem Muster der bisherigen Figuren. Als letzte vorbereitende Arbeiten wurden sie in der „Endmontage“ auf die Querriegel und Beschläge für die Befestigung am Stamm angepasst. Die Beschläge wurden mit Hilfe von Markus Kargl und die Querriegel von Simon Pertl vorbereitet. Der Vorsitzende des Trachtenvereins „D´ Geiglstoana“ Sachrang, Hans Stangl: „Wegen des immensen Arbeitsaufwandes, der seit dem Fällen des Baumes geleistet wurde, war es mir sehr wichtig, dass der Baum heuer noch aufgestellt wurde, um das Engagement aller zu würdigen. Durch die Covid-19-Beschränkungen mussten die Arbeiten eigentlich kurz nach ihrem Beginn wieder eingestellt werden. Erst durch die jüngsten Erleichterungen und unter der gebotenen Vorsicht konnten die Arbeiten zum Abschluss gebracht werden.“

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