Hundekot stinkt Gemeinderat

von Redaktion

Gemeinde Obing kümmert sich um Tütenspender und Abfalleimer am Griessee

Obing – Das Thema stinkt dem Gemeinderat Obing schon länger: Hundekot, der von den Hundebesitzern nicht ordnungsgemäß entsorgt wird. Wie soll man damit umgehen, lautete immer wieder die Frage. In der jüngsten Sitzung kam die Problematik wieder mal auf die Tagesordnung – diesmal durch den Antrag der Familie Pöschl. Sie bat, am Griessee zwei Hundetoiletten aufzustellen, mit Tütenspendern und mit Abfallbehältern, in die die Beutel samt Hundekot entsorgt werden können. Deren regelmäßige Leerung soll die Gemeinde übernehmen.

Hundebeutel
zwischen Infomaterial

Familie Pöschl gehören Griessee und Strandbad und die Pöschls müssen sich bisher mit den Hinterlassenschaften der Hunde herumschlagen, die unvernünftige Hundebesitzer nicht nur in der freien Landschaft deponieren, sondern in großer Zahl in den von den Pöschls am Strandbad aufgestellten Mülleimern, die auf ihre Kosten geleert werden. Sogar in den Boxen mit Infomaterial an den Infotafeln über das Naturschutzgebiet seien gefüllte Beutel gefunden worden, so die Pöschls.

Die Obinger Gemeinderäte waren sich weitgehend einig über die Bedeutung der Gegend um den Griessee für den Tourismus und als Naherholungsgebiet für Obing und die Region und so waren alle für die Aufstellung der zwei beantragten Hundetoiletten.

Eine regelmäßige Leerung durch die Bauhofmitarbeiter erschien jedoch einigen nicht angemessen. Die Gesichtspunkte Naturschutzgebiet und ausgewiesene Wanderwege erforderten das Engagement der Gemeinde im Bereich Griessee auch im Hinblick auf die Leerung, war dagegen das Statement von Fanni Mayer (CSU). Und Peter Wurmannstätter (FW) bezeichnete den Griessee als „Zugpferd für Obing“. Armin G. Plank schlug vor, dass die Gemeinde zweimal wöchentlich die Leerung der zu den Hundetoiletten gehörenden Abfalleimer übernehme, bei Hochbetrieb sollten aber die Pöschls unterstützen.

Der als Zuschauer anwesende Michael Pöschl sagte das auch zu und wies noch darauf hin, dass ein Bestandteil seines Antrags die Aufstellung von Hinweistafeln mit den Verhaltensregeln für Hundebesitzer im Naturschutzgebiet sei.

Schließlich wurde vom Gemeinderat Obing der Aufstellung der Hundetoiletten mit regelmäßiger Leerung durch die Gemeinde zugestimmt, ebenso der Aufstellung von Schildern, die auf die im Naturschutzgebiet geltende generelle Anleinpflicht für Hunde jeder Größe verweisen.

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