Neue Sporthalle für die Grundschule

von Redaktion

Gemeinderat beschließt Neubau – Projekt soll zwei bis drei Millionen Euro kosten

Frasdorf – Die Gemeinde Frasdorf wird eine neue Schulsporthalle an der Wastl-Fanderl-Grundschule in Frasdorf bauen. Michael Mayer von der Planungsgruppe Strasser stellte dem Gemeinderat bei der jüngsten Sitzung in der Lamstoahalle einen ersten Grobentwurf für das geplante Bauwerk vor. Ohne Gegenstimme beschloss der Gemeinderat den Neubau einer Turnhalle mit den notwendigen Nebenräumen auf dem Südwestteil des gemeindeeigenen Schulgrundstücks an der Ecke Linsenmannstraße/Josef-Pertl-Weg.

Nicht vorgesehen
für Veranstaltungen

Das Gremium hielt sich die Option, Veranstaltungen bis zu 200 Menschen in der Halle durchführen zu können, für die weiteren Planungen offen: 200 Personen seien bei einem Schulfest schnell erreicht.

Es ist aber nicht vorgesehen, dass die Schulsporthalle als Mehrzweckhalle Vereinen oder Gruppierungen für externe Veranstaltungen zur Verfügung gestellt wird. Diesen Zweck als Versammlungs-, Ball- und Tanzsaal erfülle weiterhin die Lamstoahalle.

Längere Diskussionen gab es bei der Außengestaltung der neuen Halle. Schließlich folgte das Gremium den Vorschlägen der Planungsgruppe und einigte sich auf eine Dachkonstruktion aus Holzsparren mit einer Stahlseilunterspannung und einer Dachneigung von 18 Grad. Die Halle soll mit einem Ziegeldach eingedeckt werden.

Ohne Gegenstimmen und weitere Einschränkungen regte der Gemeinderat an, das Dach so vorzubereiten, dass eine Fotovoltaik-Anlage nachgerüstet werden kann. Der gesamte Schulkomplex einschließlich der neuen Sporthalle soll mit einer zeitgemäßen Pelletsheizung nachgerüstet werden. Die derzeit bestehende Pelletsheizung in der Alten Schule und die Ölheizung im alten Rathaus werden aufgegeben. Auf eine Lüftungsanlage wird beim Neubau verzichtet. Die natürliche Lüftung durch Fenster erschien allen Gemeinderäten als ausreichend. Der Rat beschloss einen normalen Energiestandard für die Schulsporthalle und stimmte dem vorgelegten Grundrisskonzept über die Verteilung der Räume und der Nasszellen zu. Damit steht zumindest die Grobplanung fest und die Planungsgruppe Strasser kann sich an die Ausarbeitung der Feinplanungen machen.

Alte Halle soll abgerissen werden

Die bisherige Halle soll mitsamt der angebauten ehemaligen Gemeindeverwaltung (zuletzt genutzt als Bibliothek und Jugendraum) nach der Fertigstellung des Neubaus abgerissen werden. Konkrete Vorstellungen, wie die weitere Nutzung des Grundstückes aussehen könnte, liegen noch nicht vor.

Einen gewissen Anteil des bisherigen Turnhallengrundstücks wird der neue Pausenhof beanspruchen, da ein Großteil des jetzigen Pausenhofes mit den Großspielgeräten überbaut wird. Ob es einen Anbau für die Bücherei geben wird oder ob das verbleibende Grundstück für eine weitere Nutzung durch die Schule verbleibt, muss ebenfalls noch geklärt werden.

Mit der Schulleitung und dem Schulamt in Rosenheim wurden im Vorfeld alle notwendigen Schritte abgesprochen. Schulleiter Thorsten Deneke begrüßt den Neubau der Sporthalle. Durch die zeitliche Staffelung von Neubau und Abriss gehen der Schule so auch keine Sportstunden verloren. Der Sportunterricht kann bis zum Umzug aus der alten Turnhalle in den Neubau ohne Einschränkungen weitergeführt werden.

Im Haushalt 2020/2021 sind entsprechende Mittel eingestellt. Im ersten Entwurf der Planungsgruppe Strasser werden zwischen zwei und drei Millionen Euro (brutto) für das Projekt veranschlagt, die Zuschüsse dürften bei etwa 600000 Euro liegen.

Der Bedarf einer neuen Sporthalle besteht in der Gemeinde schon länger. Die vorhandene Turnhalle ist mit ihren eigenwilligen Maßen nur bedingt für alle Sportarten geeignet. Ein Neubau an der bisherigen Stelle unter Einbeziehung alter Gebäudeteile ist wegen der Grundstücksverhältnisse nicht möglich.

Direkter Anschluss
ans Schulhaus

Eine Fläche im Standardmaß von 15 mal 27 Metern ist für die neue Sporthalle vorgesehen. Sie soll mit einem Stockwerk in den Boden eingelassen werden, lediglich ein Geschoss ragt über die Umgebung heraus. Mit einem Satteldach fügt sich der Baukörper harmonisch in die Umgebung ein. Die Sporthalle ist über einen Gang im Erdgeschoss vom neuen Schulhaus aus erreichbar. Die Kinder können also in die Halle gehen, ohne ins Freie zu müssen.

Im Untergeschoss sind der Geräteraum, ein Technik-Raum und getrennte Umkleiden für Damen und Herren und die sanitären Anlagen unterirdisch angeordnet. Aus dem Erdgeschoss sind diese Räume über eine separate Treppe von außen, die zugleich den zweiten Fluchtweg darstellt und einen Aufzug erreichbar.

Die Halle schließt sich in gerader Linie nach Südwesten an die Neue Schule an, durch ihre Versenkung im Erdreich verstellt sie den Blick von der Alten Schule nach Süden lediglich im Erdgeschoss. Für den Neubau müssen die gemeindeeigenen Räumlichkeiten des Bauhofs entlang der Linsenmannstraße sowie ein Teil des Pausenhofs mit den Großspielgeräten abgerissen werden.

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