Ein Dorf begräbt seine Nachbarn selber

Auf dem Friedhof von Straßkirchen sind Bestattungsinstitute selten zu sehen.

Auf dem Friedhof von Straßkirchen sind Bestattungsinstitute selten zu sehen.

Vor 200 Jahren kämpften die Straßkirchener um den Bestand ihrer Kirche. Die sollte als Baumaterial für die Saline Rosenheim dienen. Beerdigungen waren damals untersagt. Die Straßkirchener begruben deshalb ihre Nachbarn selber – und tun das bis heute.

Von johannes Thomae

Vogtareuth – Dass die Straßkirchener in Sachen Glauben einen eigenen Kopf haben und ihn wie auch das damit verbundene Brauchtum zu verteidigen wissen, ahnt man schon beim ersten Blick auf die Kirche: Ihr Turm ist kein filigraner Aufsatz, sondern groß und wuchtig. Fast sieht es aus, als wäre der Turm

Dienstag, 31. März 2026

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