Immling – Nachdem die Corona-Pandemie die Verantwortlichen des Immling Festivals dazu gezwungen hat, die Festspielsaison 2020 in das nächste Jahr zu verschieben, wurde es kurzfristig still in Immling. Keine Bühnenproben, keine musikalischen Proben. Doch jetzt meldet sich die Immling Familie mit einer klaren Botschaft zurück: Kultur schläft nicht.
In Form einer Kunst-Performance wurde aus der Not eine Tugend gemacht – und die 30000 vorgedruckten Flyer für die Festspielsaison, die heuer ausfällt, bekommen einen neuen Sinn. Zusammen mit dem Immling- Team kreierten Ludwig Baumann und Cornelia von Kerssenbrock mit den Flyern eine überdimensionale Collage: „Die Straße der Hoffnung“. Einmal durch Gut Immling führt diese Straße und endet in einem riesigen Notenschlüssel vor dem Festspielhaus.
Es sei ein künstlerisches Statement, das zeige, dass das Festival sich nicht unterkriegen lässt: „Kultur darf nicht sterben, das Immling Festival darf nicht sterben. Wir kämpfen weiter und sind zuversichtlich, genau das soll dieses Kunst-Projekt ausstrahlen“, sagt die Musikalische Leiterin des Immling Festivals, Cornelia von Kerssenbrock.
Neben dem aus Flyern gestalteten Notenschlüssel befindet sich auch der Begriff „treff.punkt“. Das ursprüngliche Motto „treff.punkt 2020“ bekommt nun eine noch tiefere Bedeutung: „Musik ist etwas, was die Menschen auch gesund machen und Halt geben kann“, kommentiert die Regisseurin Verena von Kerssenbrock die Aktion.
Die Veranstalter danken allen Unterstützern und Freunden, die ein Überleben in der Krise möglich machen. „Wir hoffen, dass wir schon bald ein kleines Ersatzfestival anbieten können, welches Kultur und Musik in diese scheinbar stillgelegte Zeit bringt“, heißt es vonseiten der Veranstalter. Geplant seien ab Mitte Juli „Immlinger Konzerte im Abendrot“.