Bei Klingeln kommt die Fähre

von Redaktion

Service für Wanderer und Radler wird wieder angeboten

Kiefersfelden – Wenn’s beim Fährmann einmal klingelt, warten auf österreichischer Seite bei Ebbs/Eichelwang Personen auf eine Überfahrt über den Inn. Das bedeutet dann für die insgesamt 14 abwechselnd tätigen Fährmänner – darunter eine Frau und alle im Besitz des vorgeschriebenen Schiffsführerscheins – „Fährmann hol‘ über“. Im Normalfall läuft der Fährbetrieb vom 1. Mai bis zum 31. Oktober, jeweils täglich von 10 bis 17 Uhr.

„Wegen der Corona-Pandemie wurde der Fährverkehr heuer aber jetzt erst aufgenommen und er dauert bis zum dritten Sonntag im Oktober“, so Oberfährmann Heinrich Gläser, der mit seinen ehrenamtlichen Kollegen in dem hölzernen Fährhäuschen auf der bayerischen Innseite auf die Kundschaft wartet.

Maximal zwölf Personen bietet die elf Meter lange und 2,80 Meter breite Fähre Platz. Zusätzlich können auch Fahrräder mit ins Boot genommen werden, das nach alter Handwerkskunst aus Lärchenholz angefertigt wurde. Die Fähre wird an einem Hochseil sicher von Ufer zu Ufer geführt. Nur bei Bedarf kommt ein umweltfreundlicher Elektromotor zum Einsatz. Rund drei Minuten dauert eine Überfahrt, die auf Wunsch auch schon mal verlängert wird.

Im letzten Jahr zählten die Fährleute rund 2500 zahlende Gäste. Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre sind frei. Auch für mitgeführte Haustiere und das notwendige Gepäck wird kein Zuschlag erhoben.

Besitzer und Betreiber ist die Gemeinde Kiefersfelden, die auch Reparaturen und den Service des Bootes übernimmt. Zusammen mit einigen Mitgliedern des nahen Kanuclubs ist der Fährbetrieb auch an den Wochenenden und Feiertagen gesichert. „Niemand wird am anderen Ufer vergessen“, versichert Gläser. hko

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