Donnerstag festgenommen, Freitag verurteilt

von Redaktion

Kiefersfelden/Rosenheim – Das Amtsgericht Rosenheim hat am Freitag, 26. Juni, einen Ägypter wegen Einschleusens von Ausländern verurteilt. Der 35-Jährige war erst einen Tag zuvor von der Bundespolizei bei Grenzkontrollen auf der A93 festgenommen worden. Von Italien aus beförderte der Ägypter mit seinem Auto zwei Landsleute. Bei der Überprüfung in der Grenzkontrollstelle nahe Kiefersfelden stellte sich heraus, dass keiner der drei Insassen über die erforderlichen Einreisepapiere verfügte, teilt die Bundespolizei Rosenheim mit. Der Fahrer, der in Italien wohnt und auch dort gemeldet ist, gab an, dass er seine beiden Begleiter „ganz zufällig“ in der Nähe von Mailand getroffen habe. Da er ohnehin eine Besuchsfahrt nach Hamburg unternehmen wollte, hätte er sie einfach mitgenommen, da auch sie beabsichtigten, in die Hansestadt zu gelangen. Im Verlauf seiner Schilderungen verstrickte sich der Mann laut Rainer Scharf, Pressesprecher der Bundespolizei Rosenheim, immer wieder in Widersprüche.

Am Freitagvormittag wurde der Ägypter schließlich beim Rosenheimer Amtsgericht vorgeführt. Aufgrund der klaren Sachlage konnte das Gericht – dem Antrag der Staatsanwaltschaft entsprechend – ein beschleunigtes Verfahren durchführen. Der Fahrer wurde zu einer sechsmonatigen Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Die Bewährungsdauer wurde auf drei Jahre festgesetzt. Außerdem hat er eine Geldstrafe in Höhe von 500 Euro zu zahlen. Nach seiner Verurteilung musste er Deutschland verlassen. Die zwei Geschleusten wurden den für sie zuständigen Ausländerbehörden zugeleitet. Dort wird über ihre weitere Zukunft entschieden.

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