Aschau/Bernau/Frasdorf – „Es war ein großes Glück hier Pfarrerin zu sein“, so schreibt Hannah von Schroeders, zweite Pfarrerin der Gemeinden Aschau und Bernau, mit Sachrang und Frasdorf. Doch der Stellenwechsel nach Traunstein erfolge zum richtigen Zeitpunkt. Von Schroeders Wunsch, dass zu ihrer Verabschiedung in der Heilandskirche in Bernau viele Gemeindemitglieder kommen können, um sich persönlich von ihr zu verabschieden, konnte leider nicht erfüllt werden. Die Hygienebestimmungen wegen der Corona-Pandemie, die nötigen Abstände zwischen den Personen einzuhalten, machten es notwendig den Verabschiedungsgottesdienst zur Entpflichtung in die Bernauer katholische Kirche St. Laurentius zu verlegen. Hier gab es ausreichend Platz für die ausgewählten und geladenen Gottesdienstteilnehmer.
Vielfältige
Früchte des Wirkens
Hannah von Schroeders ist seit 14 Jahren Pfarrerin und wohnte seit 2009 im ehemaligen Haus ihrer Großmutter in Bernau. Hier war sie zunächst ab 2011 als Jugendreferentin im Minijob für die evangelische Jugend Bad Endorf tätig. Dank des Engagements von Kirchenvorstand und der Evangelischen Jugend war es möglich geworden, dass sie von der Baden-Würtembergischen Kirche in die Bayerische Landeskirche wechseln durfte. Die vakante halbe Stelle als zweite Pfarrerin in den Gemeinden konnte sie nun 2014 besetzen.
Im Beisein der Familie von Frau von Schroeders entpflichtete die Dekanin Dagmar Häfner-Becker die Pfarrerin. Die Dekanin gab einen Rückblick auf die vielfältigen Früchte des Wirkens, dankte für den Einsatz und die Kräfte, die dafür notwendig waren, aber auch dafür dass Frau von Schroeders jederzeit ihre Treue zu Gott und Kirche bewiesen habe.
Grußworte der katholischen Kirchengemeinde Bernau richteten die Gemeindereferentin Conny Gaiser und der Senior des Pfarrkapitels, Holger Möller, an die scheidende Pfarrerin. Sie bedankten sich besonders für den christlich ökumenischen Dialog. Dr. Rupert Althaus und Silvio Kalauka übernahmen im Namen des Kirchenvorstands die Verabschiedung. In ihren Reden ließen sie die unterschiedlichen Aktivitäten der Pfarrerin Revue passieren. Im Dekanat setzte sie sich auch für den Dialog zwischen Juden und Christen ein. Sie sei eine „Super-Predigerin“, betonten die Redner. Sie habe ihr Amt mit großer Leidenschaft und Engagement ausgeführt. Ein Dank ging an Pfarrerin Betina Heckner für das gute Miteinander.