Wachablösung auf der Hochries

von Redaktion

DAV-Hütte: Manuel Hohenegg geht, Kathrin Schnatterer kommt

Rosenheim – Wirte-Wechsel auf Rosenheims Paradeberg: Manuel Hohenegg hat als Pächter der Hochrieshütte gekündigt, seine Nachfolge tritt Kathrin Schnatterer (35) an. Die Neue ist eine alte Bekannte: Seit bald fünf Jahren betreibt sie den Kiosk an der Hochriestalstation.

Mit im Boot ist als Geschäftspartner Benni Smogavc (32), ebenfalls erfahrener Hotelfachmann und gelernter Koch. Er und Kathrin Schnatterer kennen sich aus gemeinsamen Hotelzeiten in München. „Im Hotel am Platzl war er mein Azubi“, sagt Kathrin Schnatterer.

Schnell Nachfolger
gefunden

Nach der Kündigung Manuel Hoheneggs und seiner Frau Sarah sei man froh, schnell engagierte und qualifizierte Nachfolger gefunden zu haben, sagt Franz Knarr, Chef der DAV-Sektion Rosenheim.

Die beiden Neuen werden bereits am 1. August ihren neuen Job antreten. „Am 31. Juli werden wir raufgehen, tags darauf fangen wir an“, sagt die neue Pächterin. „Wir lieben es sportlich.“ Als Gastronomin in gehobener Position – auf 1569 Metern Höhe – möchte sie Tradition mit frischem Wind verbinden, wie sie den OVB-Heimatzeitungen auf Anfrage erzählt. Bierbank und Liegestuhl, sozusagen. Die Bergfreunde sollten auf der Speisekarte finden, was man am Berg typischerweise erwarten dürfe, etwa Kaiserschmarrn, ansonsten das Gewohnte auch mal frisch aufgemischt, Tapas als Brotzeit. „Man kann Schweinebraten typisch machen – oder auch mal raffinierter“, sagt sie.

Was stets gleichbleiben soll: „Was man regional einkaufen kann, sollte man auch regional einkaufen.“ Und: Es soll für jeden etwas dabei sein, auch für den Vegetarier oder die Veganerin.

„Ein Hüter
unseres Hauses“

Franz Knarr, Chef der Alpenvereinssektion Rosenheim, stellt dem scheidenden Wirt ein gutes Zeugnis aus. „Der Manu war ein Hüter unseres Hauses. Mit der Sanierung der Seilbahn und mit der Corona-Pandemie hat er eine schwierige Zeit erlebt.“

Die Talsohle der Corona-Pandemie sei eine anstrengende Zeit gewesen, sagt Hohenegg, nun gelte es, sich anderen Herausforderungen zu stellen. Der scheidende Wirt möchte sich bei allen Gästen bedanken, „vor allem bei den zahlreichen Stammgästen, die wir sicher auch vermissen werden“.

Das schönste
Erlebnis?

Wohin er und seine Frau gehen, was sie machen, darüber möchte er noch nichts sagen. Aber über das schönste Erlebnis in den vergangenen drei Jahren: „Eigentlich war das immer am Morgen neben meiner Frau aufzuwachen“, sagt er und lacht.

Wenn man so will, geht Hohenegg demnächst reicher, als er in die Region von Rosenheim gekommen ist – reicher um die Hochries. Zumindest wenn man Hans Kammerlander glaubt: „Ein Gipfel gehört dir erst, wenn du wieder unten bist – denn vorher gehörst du ihm.“

Den begnadeten Alpinisten zitiert Manuel Hohenegg zu seinem Abschied. Es muss für ihn was Wahres dran sein.

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