Vorsitzender per Briefwahl

von Redaktion

Christliches Sozialwerk Flintsbach-Brannenburg führt wegen Corona ungewöhnliches Verfahren durch

Flintsbach/Brannenburg – Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen: Nachdem aufgrund der Covid-19-Pandemie die reguläre Jahreshauptversammlung des Christlichen Sozialwerks Degerndorf-Brannenburg-Flintsbach (CSW) im Frühjahr nicht stattfinden konnte, wurden jetzt die Versammlung und die Vorstandswahlen per Umlaufverfahren mit Briefwahl durchgeführt. „Eine große Herausforderung für den Verein, die dank des engagierten Einsatzes vieler Helfer und einer hohen Rücklaufquote ein voller Erfolg wurde“, so das erleichterte Fazit der Organisatoren.

Beeindruckende
Beteiligung

Die Hälfte der Vereinsmitglieder – also rund 500 Personen – musste sich an der Wahl beteiligen, um ein gültiges Ergebnis zu erzielen. „Wir haben ganz schön gezittert, ob genügend Leute mitmachen, aber die Rückläufer waren von Anfang an gigantisch“, freute sich der bisherige und nunmehr wiedergewählte Vorsitzende, Stefan Lederwascher, Bürgermeister von Flintsbach. „Für uns ist das ein ganz wichtiges Zeichen, dass unsere Mitglieder voll hinter uns stehen!“

Erneut in seinem Amt als Zweiter Vorsitzender bestätigt wurde Brannenburgs Bürgermeister Matthias Jokisch. Der langjährigen Schriftführerin Annemarie Burghardt, die auf eigenen Wunsch nicht mehr kandidierte, folgt Christine Berger zur künftigen Verstärkung der Vorstandschaft. „Mich freut es besonders, dass wir mit Christine Berger eine engagierte Brannenburgerin für das Amt gewinnen konnten“, so Zweiter Vorsitzender Jokisch. „Damit wird auch die gute interkommunale Zusammenarbeit zwischen Brannenburg und Flintsbach in der Vorstandschaft abgebildet.“

Wechsel im
Verwaltungsrat

Auch im Verwaltungsrat gibt es einen Wechsel: Jörg Benkel rückt als Vertreter des Flintsbacher Gemeinderates für den langjährigen Verwaltungsrat Johann Weiß neu ins Gremium. Von den 567 zurückgeschickten Wahlscheinen war nur einer ungültig, zudem gab es zwei Enthaltungen. Die neue Vorstandschaft wird nun in einer konstituierenden Sitzung mit dem Verwaltungsrat zusammenkommen und die Weichen für die nächste Zeit – sicherlich geprägt durch die coronabedingten Herausforderungen – stellen.

Die aufwendige Aktion wurde federführend von der stellvertretenden Geschäftsführerin Evi Faltner und der Verwaltungsmitarbeiterin Irmi Baumann durchgeführt. „Besonders erfreulich war, dass uns viele ehrenamtliche Helfer beim Verteilen und Einsammeln der Briefe unterstützt haben.

Zahlreiche Mitglieder meldeten sich auch telefonisch auf unser Schreiben hin, sodass man sich trotz der Pandemie austauschen konnte und wir gleichzeitig viel Zuspruch für unsere Arbeit erhielten“, betont Evi Faltner. Dank der engagierten Hilfe der Mitglieder konnte sich der Verein die nicht unerheblichen Portokosten sparen. Maßgeblich beteiligt an der korrekten Durchführung des Umlaufverfahrens war zudem Steuerberater Georg Winkler.

Damit Vereine auch in der Pandemie weiter handlungsfähig bleiben, wurde am 27. März 2020 das sogenannte „Gesetz zur Abmilderung der Folgen der Covid-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht“ von der Bundesregierung beschlossen.

Dabei wurden im Eilverfahren auch diverse Änderungen im Vereinsrecht verabschiedet, wodurch sowohl eine virtuelle Mitgliederversammlung als auch eine Beschlussfassung der Mitglieder im Umlaufverfahren ohne Mitgliederversammlung möglich sind.

Das CSW entschied sich für die Variante des Umlaufverfahrens, um so möglichst vielen Mitgliedern – auch denjenigen ohne Internetzugang – einen Weg zur Mitwirkung anzubieten. In einem ersten Schreiben wurden alle Mitglieder über die Abhaltung der Versammlung und der Wahl per Umlaufverfahren informiert.

In diesem Schreiben erhielten die Mitglieder auch die Möglichkeit, eigene Kandidaten für die aus Erstem und Zweitem Vorsitzenden sowie einem Schriftführer bestehende Vorstandschaft vorzuschlagen. Nachdem die Kandidaten feststanden, wurden die Wahlscheine und Beschlussvorlagen versendet.

Darin enthalten waren neben der Wahl auch die Entlastung des Vorstandes und der Prüfbericht des Steuerberaters Georg Winkler mit der Empfehlung an die Mitglieder, den Jahresbericht und die Jahresrechnung 2019 zu genehmigen und den Vorstand und den Verwaltungsrat zu entlasten. Bei den Rückläufern musste eine Quote von 50 Prozent erreicht werden, um die Gültigkeit der Wahl zu gewährleisten, was zur Erleichterung aller Organisatoren und Helfer geschafft wurde.

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