„Die ganze Dimension begreifen“

von Redaktion

Pruttings Bürgermeister Johannes Thusbaß informiert mit offener Sprechstunde und Trassenbegehung über Brenner-Nordzulauf

Prutting – Kein Bauprojekt beschäftigt den Landkreis Rosenheim derzeit mehr als der Brenner-Nordzulauf. Die von der Deutschen Bahn vorgeschlagenen Trassen, gegen die im derzeit laufenden Raumordnungsverfahren Stellungnahmen von den betroffenen Gemeinden Stellungnahmen eingereicht werden können, verlaufen auch durch den Gemeindebereich Prutting. Bereits in der Gemeinderatssitzung vom Juni hatte das Gremium gemeinsam mit Bürgermeister Johannes Thusbaß (CSU) beschlossen, dass es eine Info-Veranstaltung für die Pruttinger Bürger zu diesem heiß diskutierten Thema geben soll. „Leider ist bei vielen Pruttingern die Dimension der eventuellen Bahntrasse ‚Brenner Nordzulauf’ noch nicht angekommen“, sagt Thusbaß. Gleichzeitig bestehe nur noch bis Freitag, 24. Juli, die Möglichkeit, sich im Rahmen des Raumordnungsverfahrens zu beteiligen. Deswegen nimmt sich der Bürgermeister in einer offenen Sprechstunde zum Thema Brenner-Nordzulauf Zeit, um alle Pruttinger nochmals gründlich über die Baumaßnahmen und deren Folgen zu informieren.

Besonders wichtig sei es laut Thusbaß auch, dass die Bürger dann auch Stellung bezögen. Denn „sonst ist der Zug abgefahren“ – wortwörtlich.

Am Samstag, 17. Juli, besteht die Möglichkeit, sich bei Thusbaß im Rathaus über die Dimensionen und Auswirkungen des Brenner-Nordzulaufs zu informieren. Der Bürgermeister beantwortet von 9 bis 16 Uhr alle Fragen rund um das Thema: Wie verlaufen die Trassen? Was bedeutet das für die Gemeinde und die Anlieger? Und was ist überhaupt ein Raumordnungsverfahren? Der Bürgermeister gibt auch einen Ausblick auf mögliche Raumwiderstände und Stellungnahmen. Um die Folgen auch sichtbar zu machen, veranstaltet die Gemeindeverwaltung gemeinsam mit dem Bürgermeister eine Trassenbegehung. Am Sonntag, 18. Juli, treffen sich alle Interessierten um 15 Uhr am Parkplatz der Firma Alpha-Technik in Waldering, um den möglichen Streckenverlauf abzugehen. „Wir werden die Trasse ablaufen und erklären, was beispielsweise die offene Bauweise bedeuten würde“, erläutert Thusbaß. Dabei soll auch die Baustellenführung abgesteckt werden. Besonders der Ortsteil Spieln an der Gemeindegrenze zu Stephanskirchen ist von dem Trassenbau betroffen. Tina Blum

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