Urlaub in der Heimat boomt

von Redaktion

Tourist-Info Aschau zieht Bilanz über die Saison 2019 – Reiselust nach Corona steigt

Aschau – „Die Tourismuswirtschaft ist die tragende Säule im Priental“, sagte Herbert Reiter, Chef der Aschauer Tourist-Info bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Dabei informierte Reiter das Gremium über die Lage des Tourismus im Oberen Priental. „Wir haben unsere Zahlen aus den Vorjahren weitgehend gehalten“, so Herbert Reiter. Dies sei ein Erfolg auf dem „heiß umkämpften Markt“.

300 Vermieter
im Gemeindebereich

Und das zeige sich auch in der Bilanz. Aschau hatte im Vorjahr (2018) über 337000 Übernachtungen und empfing 68500 Gäste. Dabei liegt die Aufenthaltsdauer in Aschau mittlerweile wieder deutlich über vier Tagen. „Im Jahr 2019 konnten wir auf 300 Vermieter in unseren Betrieben zurückgreifen, insgesamt standen 2300 Betten zur Verfügung“, berichtete Reiter. Der Trend, Urlaub im Heimatland zu machen, sei weiterhin deutlich erkennbar. Das sollte man auch nutzen. „Auch jüngere Reisende finden wieder den Weg in die heimischen Berge und nach Aschau“, stellte Reiter fest. In der Altersgruppe zwischen 35 und 45 Jahre sei ein Zuwachs von über 35 Prozent zu verzeichnen.

In den vergangenen 135 Jahren sei laut Reiter aus kleinen Anfängen ein Wirtschaftszweig geworden, der untrennbar zu Aschau gehöre. Tourismus stelle die wichtigste Einnahmequelle für Kommune, Gewerbe, Einzelhandel, Leistungsträger und Arbeitnehmer dar, führte der Leiter der Tourist-Info aus.

Er betonte, dass die Bürger von Aschau und aus der ganzen Region ebenfalls von der touristischen Infrastruktur profitierten. „Viele Dinge wären sicher nicht so, wenn nicht durch den Tourismus so eine erhebliche Finanzstärke gegeben wäre. So gibt etwa ein Ferienwohnungs-Gast 86 Euro am Tag im Dorf aus, was allein schon zeigt, wie notwendig der Tourismus für die Region ist“, erläuterte Reiter.

Viele Aufgaben neben der Gästebetreuung

Die klassische Arbeit der Tourist-Info sei die Beratung der Gäste. Doch das elfköpfige Team habe in Aschau und Sachrang Arbeitsbereiche, die weit darüber hinausreichen. Neben der Arbeit mit den Gästen und den Vermietern käme der Betrieb des Hauses des Gastes in Aschau und der Alten Schule in Sachrang, die Arbeit in den gemeindlichen Museen, die Verwaltung der Badeplätze sowie Führungs- und Veranstaltungsangebote und der Ticketverkauf für Veranstaltungen im Dorf hinzu. Die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, die Pflege der Homepage und der sozialen Medien sowie die Erstellung von Prospekten und Werbematerial sei nicht zu vernachlässigen. „Das sind unzählige Aufgaben und Zuständigkeiten, doch im Mittelpunkt der Bemühungen ist der Mensch, sei es der Gast oder der Bürger“, sagte Reiter.

Zahlreiche Veranstaltungen konzipierte die Tourist-Info in Zusammenarbeit mit den Vereinen und Gruppierungen des Dorfes. Vom Schlosskonzert über die Festivo-Reihe bis zum Musikforum Sachrang. Außerdem die Kampenwand-Gedenkfeier, den Aschauer Markt und die Ölbergwallfahrt.

Besonders Schloss Hohenaschau habe sich zu einem Hauptanziehungspunkt der Region entwickelt: Über 7000 Besucher haben das kulturelle Angebot in den historischen Gemäuern genutzt.

Das Programmangebot wurde verdichtet, zahllose Führungen, Kurse und Wanderangebote, wie „Bauernland und Bauersleut“ der Aschauer Bäuerinnen oder die verschiedenen Blumen- und Kräuterführungen, werden sehr gut angenommen.

Viel Reiselaune trotz Corona

Der Tourismus im Priental sei trotz aller Herausforderungen, die aufgrund der Corona-Pandemie umzusetzen und zu beachten sind, sehr gut angelaufen, teilte der Leiter der Aschauer Tourist-Info auf Anfrage unserer Zeitung mit. Derzeit sei Hauptsaison und Ferienzeit. Die Unterkünfte im Ort seien laut Reiter zum größten Teil belegt. Besonderen Zuspruch finden Ferienwohnungen und Unterkünfte auf dem Bauernhof. „Hier können wir nach heutigem Stand im Juli bereits eine Steigerung von circa 20 Prozent bei den Übernachtungen für die Gesamtgemeinde feststellen“, so Reiter. Bei den Gästezahlen in dieser Unterkunfts-Kategorie bedeute dies eine Steigerung von acht Prozent.

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