Bad Aibling/Neubeuern – Vieles läuft anders seit Corona – auch die Beschlussfassung im Gremium der Lokalen Aktionsgruppe Mangfalltal-Inntal (LAG): Wie berichtet, hatte das zuständige bayerische Landwirtschaftsministerium die Verfahren für die Projekte vereinfacht, damit die Leader-Gruppen den Corona-Maßnahmen Rechnung tragen können. Mit diesen vereinfachten Vorgaben hat das Entscheidungsgremium der LAG nun zwei neue Projekte zur Förderung freigegeben. Die vom Stützpunkt Inntal in ehrenamtlicher Arbeit geplante Kletterhalle ist als Inklusionsbetrieb auf dem B&O-Gelände in Bad Aibling angedacht.
Erinnerung an
Freiherr zu
Guttenberg
Um allen Altersgruppen in der Halle gerecht zu werden, möchten die Akteure zwei unterschiedliche Kinderspielbereiche integrieren. Für Krippen- und Kindergartenkinder soll für ruhiges Spiel und als Rückzugsecke im ersten Stock die Spielewelt Bienenstock entstehen. Für Kindergartenkinder und Grundschüler ist im dritten Stock für Bewegen und Toben die Villa Wiesengarten geplant.
Das Gremium befasste sich in der Herbstsitzung bereits mit diesem Projekt, nun wurde es vom Projektträger erneut vorgestellt. Eine wesentliche Frist konnte nicht eingehalten werden. Der Kleinprojektefonds Bürgerengagement wird bei Vereinen der LAG immer beliebter: Ob Unterstützungen von Kulturveranstaltungen, Ausstellungen, Jazzkonzerte, Nähkurse für Kinder, Insektenhotels und weitere Ideen – die Nachfrage reißt nicht ab. Der vorgesehene Topf für die ehrenamtlichen Projekte ist nahezu ausgeschöpft. Nun hat das Ministerium die Möglichkeit eröffnet, dieses Budget aufzustocken. Dies lässt sich die Aktionsgruppe nicht zweimal sagen, das Entscheidungsgremium spricht sich einstimmig für die Verdoppelung des Fonds aus. Mit den Fördergeldern unterstützt die Lokale Aktionsgruppe Mangfalltal-Inntal, Kleinmaßnahmen mit ehrenamtlichem Engagement.
Die Idee des Fördervereins der Musikkapelle Neubeuern hat das Gremium als eines der letzten Aktionen aus dem alten Budget zur Förderung freigegeben – eine „Erinnerungstafel für Baron Ennoch Freiherr zu Guttenberg“.