Wasser und Flächenfraß größte Probleme

von Redaktion

Stellungnahme Brenner-Nordzulauf verabschiedet – Hilfestellung für Landwirte

Vogtareuth – Die Gemeinde ist nicht betroffen, also beteiligen wir uns auch nicht – so war lange die Auffassung in Vogtareuth zum Raumordnungsverfahren des Brenner-Nordzulaufs. Erst auf den letzten Metern entschloss sich der Gemeinderat, die Nachbargemeinden zu unterstützen und bat Teresa Pöller als Vertreterin vom Brenner Dialog mit Sitz in Stephanskirchen, eine Stellungnahme auszuarbeiten.

Das Ergebnis lag jetzt dem Gemeinderat vor. Einen Schwerpunkt setzte Pöller bei der Trinkwasserversorgung, die in der Region das größte Problem sei und auch die Gemeinde Vogtareuth mit ihrem neuen Brunnen direkt betreffe. Ein hydrogeologisches Gutachten fehle in den Unterlagen der Bahn, „da ist wohl gehudelt worden“.

Auch die Stadt Rosenheim spreche sich inzwischen gegen die violette Grobtrasse aus, weil diese den Landkreis in Nord und Süd zerschneide. Die Vogtareuther Räte hatten schon in der vorherigen Sitzung geklagt, dass der direkte Weg nach Rosenheim auf Jahre hinaus nicht möglich wäre. Pöller hatte die Nachricht dabei, dass der Inn bei Leonhardspfunzen sicher nicht unterquert werde, weil sonst die Steigung bis Großkarolinenfeld zu steil werde. Es käme also eine Brücke über den Inn und damit ein riesiges Tunnelportal in direkter Nachbarschaft zu den St.Leonhards-Brunnen.

Der fehlende Bedarfsnachweis war ebenso Thema wie die Tatsache, dass Stadt und Landkreis vom Fernnetz der Bahn abgehängt wären.

Zur Existenzbedrohung der Landwirte sagte Teresa Pöller, es gebe eine vorformulierte Stellungnahme, wo nur noch Flurnummer oder Gebiet einzutragen sei. Ein Anruf bei ihr unter 0176/6105574 reiche und sie maile die Vorlage sofort zu. Der Gemeinderat stimmte ohne Diskussion einmütig dafür, dass der Bürgermeister die Stellungnahme, ergänzt durch Pläne des Trinkwasserbrunnens, abschicken soll. Sylvia Hampel

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