Bad Feilnbach – Das Raumordnungsverfahren zum Brenner-Nordzulauf war Thema der jüngsten Gemeinderatssitzung der Gemeinde. Grundlage für die Diskussion im Rat waren acht Aktenordner mit Verfahrensunterlagen der Deutschen Bahn Netz AG, in denen unter anderem der Verlauf der fünf Trassenvarianten erläutert wird. Noch in diesem Jahr soll die Entscheidung für eine finale Trasse fallen. Bad Feilnbach hat Glück: Eine ursprünglich angedachte Trassenführung durch das östliche Gemeindegebiet wurde aufgrund äußerst ungünstiger geologischer Gegebenheiten von der Deutschen Bahn verworfen. Demzufolge besteht aktuell also nur eine geringfügige Betroffenheit für die Gemeinde: der Lärmkorridor im Bereich Eulenau in Folge dreier möglicher Trassenführungen vom Inntal kommend im Umgriff Wasserwiesen/Stocka über die Bundesautobahn BAB8. Die Gemeinde, so die Meinung von Bürgermeister Anton Wallner (CSU) und Gemeinderat, könne sich im Raumordnungsverfahren aufgrund mangelnder Betroffenheit nicht zu Wort melden. Deshalb gibt es auch keine Stellungnahme von Bad Feilnbach. Josef Riedl (CSU) betonte zudem: Jeder Bürger solle die Möglichkeit nutzen, seine Einwände schriftlich oder per E-Mail einzusenden. Wer sich nicht äußere, so der Gemeinderat, stimme dem Bahnprojekt zu. Petra Eirainer (Bündnis90/Die Grünen) forderte: „Gute Argumente müssen gehäuft kommen!“ Die Unterlagen können unter www.brennernordzulauf.eu eingesehen, Stellungnahmen bis heute, Freitag, bei der Regierung eingereicht werden.