„Zamhoid’n mit unseren Gästen“

von Redaktion

Initiative unterstützt Familien während Klinikaufenthalt in Aschau – Start nach Coronapause

Aschau – Die Freude und zugleich Spannung in der Aschauer Mutter-Kind-Kurklinik „Sonnenbichl“ ist groß, denn nach der viermonatigen Corona-Pause reisen die ersten Patienten wieder an. Die Aufnahme zur Vorsorge -und Rehabilitation von Müttern und Kindern ist wieder gestartet. Dabei unterstützt die Gemeinde und die Tourist-Info Aschau mit einer besonderen Initiative. Für die Klinik Sonnenbichl, mit Geschäftsführerin Angela Finkenberger, waren die vergangenen Wochen nach staatlich angeordneter Betriebsschließung der Einrichtung am 20. März eine besondere und herausfordernde Zeit. Keine Patienten und keine Mitarbeiter mehr im Haus. Dort wo sonst Kinder spielten und Therapien stattfanden „Leere und Stille“.

Die Probleme lagen dabei tief, so Finkenberger. Denn anfangs griffen keine staatlichen Fördermaßnahmen. Dank vielerlei Initiativen auf Bundes- und Landesebene, unter anderem mit Unterstützung des Gesundheits- und Pflegepolitischen Arbeitskreises (GPA) Rosenheim konnte dies erst einmal gelöst werden.

Umso größer ist jetzt die Freude bei allen Beteiligten, dass wieder Mütter mit Kindern nach Aschau reisen dürfen. Selbstverständlich unter Einhaltung aller hygienischen Vorkehrungen und entlang eines Auswahlprozesses. Für vorerst 24 Familien sind Behandlung und Therapie möglich. Normalerweise sind es 37 Familien. Gerade die zurückliegenden Wochen, in denen die Mädchen und Buben nicht in den Kindergarten oder in die Schule gehen durften, waren für die Mütter schwierig und teils extrem belastend. In dieser Situation hat sich die Initiative „Zam hoid’n – mit unseren Gästen“ entwickelt. Getragen wird sie derzeit von der Gemeinde und Tourist-Info Aschau, der Mutter-Kind-Kurklinik Sonnenbichl, der Orthopädischen Kinderklinik und dem Gesundheits- und Pflegepolitischen Arbeitskreis Rosenheim.

Ziel ist es, durch verschiedene unterstützende Maßnahmen den Klinikgästen größtmögliche Bewegungsfreiheit und Nutzung der Angebote im Ort – unter Einhaltung aller erforderlicher Infektionsschutzmaßnahmen – zu ermöglichen. Dies bedeutet einen Mehrwert für die Klinikgäste, für die Gastronomen, Übernachtungs- und Freizeitanbieter, für die Kliniken und für die Gemeinde. Daher stellt die Tourist-Info Aschau allen ankommenden Gästen beider Aschauer Kliniken eine „Willkommenstasche“ zur Verfügung. Diese Tasche enthält Informationen zu den Hygienevorschriften der Kliniken sowie zum umfangreichen touristischen Angebot von Aschau. Neu entwickelt wurde ein Kinder-Ortsplan für die Bewegung und Orientierung der jungen Gäste, ihrer Mütter, Väter und Begleitpersonen im Ort. Eine ansprechende Grafik beleuchtet das Priental aus einem neuen Blickwinkel.

Die Initiative wirbt bei allen Bürgern, bei Gastronomen, Hotel- und Pensionsbesitzern sowie Anbietern von Freizeitaktivitäten dafür, die jeweiligen Hygienemaßnahmen nicht aus dem Bewusstsein zu verlieren. Wenn sich alle an die vorgeschriebenen Maßnahmen halten, schützt dies die Allgemeinheit und ermöglicht Bewegungsfreiheit im Ort. „Wir setzen dabei von zwei Seiten an“, so Initiator sowie GPA-Vorsitzender Elmar Stegmeier und meint damit die Klinikgäste und das Verhalten aller Akteure im Ort. und weiter: „Dabei machen wir Aschau zu einem bestmöglich sicheren Ort für unsere touristischen Gäste und Klinikgäste. Credo: Zam hoid’n – mit unseren Gästen“.

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