150 Jahre Aschauer Feuerwehr

von Redaktion

Festschrift zum Gründungsjubiläum ab sofort erhältlich – Feier soll nachgeholt werden

Aschau –Die Freiwillige Feuerwehr feiert in diesem Jahr ihr 150. Gründungsjubiläum. Zu diesem Anlass übergaben die beiden Vorsitzenden der Feuerwehr Aschau, Werner Grill und Christian Deml, vor dem Aschauer Feuerwehrhaus das erste Exemplar der druckfrischen Festschrift zum Jubiläum an Bürgermeister Simon Frank (Zukunft für Aschau).

Zur Präsentation kamen auch Rainer Küblbeck vom Aschauer Gewerbeverein sowie die Vertreter der drei Aschauer Banken, Regina Müller von der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling, Georg Furtner von der Raiffeisenbank Aschau-Samerberg und Jakob Stocker von der Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee.

Wegen Corona
kein Gründungsfest

Alle vier hatten die Herausgabe des 160 Seiten starken Buches zum Jubiläum mit jeweils 1000 Euro gefördert. Das Gründungsfest war vom 14. bis zum 18. Mai vorgesehen, fiel aber coronabedingt ins Wasser. Im Zuge dieses Festes sollten auch die beiden neuesten Fahrzeuge der Aschauer Feuerwehr, die große Drehleiter DLK 23/12 und das Tanklöschfahrzeug TLF 3000 den kirchlichen Segen erhalten; das wird nun zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt, versprachen Bürgermeister Frank und die beiden Vorsitzenden der Feuerwehr.

Wie die beiden Feuerwehrkommandanten berichteten, hatten Sebastian Pellkofer und Hans Rucker junior eineinhalb Jahre an der neuen Feuerwehrchronik gearbeitet. Das Ergebnis ist ein reich illustriertes Werk im Buchformat.

Altbürgermeister Kaspar Öttl, der lange Jahre Schriftführer bei der Aschauer Feuerwehr war, hatte die beiden Verfasser mit seinem Wissen unterstützt. Zahlreiche Stunden hätten die Autoren im Gemeindearchiv und beim Sammeln der Informationen und Bilder aus 150 Jahren verbracht.

„Mit dieser Chronik beschreitet die Aschauer Feuerwehr neue Wege“, erläuterte Bürgermeister Frank, der als ehemaliger Schriftführer und Zugführer eng mit der Feuerwehr verbunden ist. „Wir haben hier eine Vereinschronik, die in ihrer Gestaltung von den herkömmlichen abweicht, in der sich aber dennoch alle wiederfinden“, sagte er. Sie stelle einen wertvollen Beitrag für die Vereinsgeschichte und auch für das Priental dar, gebe Auskunft zur Feuerwehr – von der Gründung bis zur Gegenwart.

Der Vorsitzende des Feuerwehrvereins Werner Grill stellte das Werk mit allerhand Anekdoten vor und erzählte Wissenswertes über die Entstehung des Buches und all das, was in den knapp gehaltenen Texten nicht aufgezeichnet werden konnte.

Die Chronik liefert aber auch Berichte zu Aschau: Über Schadensfeuer und Überschwemmungen, über die Fahrzeuge der Wehr, die Tragkraftspritzen, die Pumpen und die weitere Ausrüstung sowie über die persönliche Schutzausstattung der Wehrmänner im Verlauf der vergangenen 150 Jahre.

Auch die Arbeit mit den Jungfeuerwehrleuten und der Vereinsjugend wird von allen Seiten beleuchtet, schließlich seien die Burschen und Mädchen die Zukunft des Vereins, betonten die Feuerwehrkommandanten.

Viele Bilder und informative Texte

Die vielen Bilder laden zum Anschauen ein, der Text ist sehr informativ gehalten. Aschaus Bürgermeister Simon Frank bedankte sich bei Werner Grill, bei den beiden Autoren Sebastian Pellkofer und Hans Rucker junior, bei Festleiter Lorenz Hofmann und dem Festausschuss für dieses eindrucksvolle Werk, in dem Aschau und alles rund um seine Feuerwehr enthalten sei. Grill und Deml bedauerten es, dass das Fest nicht wie geplant im Mai stattfinden konnte, „denn 150 wird auch ein alter Verein nur einmal im Leben, aber man kann auch den 151. oder 152. Geburtstag feiern“.

Die Chronik „150 Jahre Freiwillige Feuerwehr“ zum Gründungsjubiläum ist ab sofort beim Vorstand der Aschauer Feuerwehr, bei der Tourist-Info in Aschau und Sachrang und zahlreichen weiteren Geschäften in Aschau erhältlich.

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