Eggstätt – Mit einmütigem Ja stimmten die Gemeinderäte Eggstätts in ihrer jüngsten Sitzung geschlossen für die Übernahme eines Restbetrags von 900 Euro für den Unterricht der Flöten- und Bläserklassen an der Eggstätter Grundschule sowie für einen Zuschuss in Höhe von 5000 Euro für die Anschaffung von Musikinstrumenten. Anfang des Jahres hatte Schulleiterin Sigrid Hübl schon einmal einen Antrag auf Bezuschussung der Bläserklassen gestellt, der aber erst im Mai behandelt und aufgrund der zum damaligen Zeitpunkt noch laufenden Haushaltsberatungen Ende Mai zurückgestellt wurde.
Klassen für
Flöten und Bläser
In der jüngsten Sitzung erläuterte Sigrid Hübl, unterstützt von Annamarie Plank, der Vorsitzenden der Eggstätter Musikkapelle, den neuen Antrag. So sollen Flötenklassen für interessierte Schülerinnen und Schüler ab der zweiten Klasse (dies im Rahmen der regulären Musikstunde) auf eigenen Instrumenten und Bläserklassen für interessierte Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klasse auf Leihinstrumenten unterrichtet werden. Langfristiges Ziel sei es, so Schulleiterin Hübl weiter, dass die Schüler in der Zwergerlkapelle und später in der Musikkapelle mitspielen können.
Wie die Schulleiterin erläuterte, gebe es genügend Anmeldungen für die jeweiligen Klassen (zehn Flötenschüler und 14 an Blasinstrumenten interessierte Schüler), auch eine Musiklehrerin sei gefunden worden (Eva-Maria Gruber, Jugendleiterin der Musikkapelle Wildenwart). Das Projekt brauche noch eine finanzielle Anschubförderung. Von den 2200 Euro Ausgaben für die Bläserklassen abzüglich der neun Monate währenden Bezuschussung durch den Kreisjugendring verblieben 900 Euro, die noch aufzubringen seien, rechnete Hübl vor.
Die Instrumente – vier Kornetts, zwei Querflöten, zwei Altsaxofone, drei Klarinetten, zwei Baritonhörner und eine Posaune – machten nach derzeitigem Planungsstand bei einem Neukauf 15812 Euro aus. Diese Schätzung, so Musikkapellen-Vorsitzende Plank, beruhe auf einer Internetrecherche bei verschiedenen Anbietern. Die Instrumente seien eine langfristige Investition und dienten vielen Schülergenerationen. Schulleiterin Sigrid Hübl fügte noch hinzu, dass man auch auf Spendensuche im Ort unterwegs sei. Aber, so gab sie zu bedenken: „Uns läuft die Zeit davon“, im Herbst sollen schließlich die Bläserklassen starten.
Bürgermeister Christian Glas (FB) erklärte, dass der Zuschuss für die Bläserklassen kein Problem sein sollte. Dem Beschlussvorschlag, den Restbetrag von 900 Euro für den Unterricht der Flöten- und Bläserklassen zu übernehmen, genehmigten die Gemeinderäte ohne Nachfragen. Was die Anschaffung von Instrumenten betreffe, so Bürgermeister Glas weiter, so seien 15000 Euro schon recht hoch – auch angesichts der vielen Investitionen, die im Haushalt für dieses Jahr eingeplant worden seien.
Gemeinde zahlt 5000 Euro für Instrumente
Hinzu komme noch, dass die Gemeinde sich auch mit einem Zuschuss am außerörtlichen Musikunterricht und bei einer privaten Musikschule im Ort beteilige. Da fehle ihm eine klare Linie, das werde Thema in einer der nächsten Sitzungen, kündigte Bürgermeister Glas an.
Für die Initiierung der Bläserklassen schlug Glas vor, dass sich die Gemeinde mit einem Drittel der geschätzten Aufwandssumme beteiligt. Haushaltsmittel in Höhe von 5000 stünden zur Verfügung, so Glas. Jens Stadler (Grüne) hakte nach, ob man nicht auch Kulturstiftungen um Förderung bitten könne und wie es mit der Versicherung der Instrumente bestellt sei. Plank erklärte, dass zum einen die Instrumente über die Musikkapelle versichert seien und dass Eltern für die Ausleihe unterschrieben.
Gemeinderat Jakob Illi (Grüne) schlug gebrauchte Instrumente für die Bläserklassen vor, Kajetan Huber (FB) favorisierte neue Instrumente. Es sei eine langfristige Investition und „ein Herzenswunsch von mir“. Hans Plank (CSU) begrüßte ebenfalls den Vorschlag der Neuanschaffung und die gemeindliche Teilbezuschussung. Mit Einstimmigkeit votierten die Gemeinderäte dafür, für die Anschaffung der Musikinstrumente für den Flöten- und Bläserklassenunterricht einen Zuschuss in Höhe von 5000 Euro zu genehmigen.