Halfing – Vor zwei Jahren wurde Halfing in das Städtebauförderungsprogramm aufgenommen. Nun steht das Untersuchungsgebiet, die sogenannte Ortsmitte, fest, dem bis auf eine Gegenstimme alle übrigen Gemeinderatsmitglieder zustimmten. Bürgermeisterin Regina Braun (CSU) fasste vorab noch einmal die wichtigsten Schritte zusammen.
2018 wurde die Gemeinde 2018 in die Städtebauförderung des Freistaats aufgenommen. Das Büro Schirmer Architekten und Stadtplaner aus München wurde mit der Erstellung eines integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) sowie mit der Untersuchung eines Teils der Ortsmitte beauftragt. Damit sollten Beurteilungsgrundlagen über die Notwendigkeit der Sanierung gewonnen werden, die Sanierungsziele und die Durchführbarkeit der Sanierung geklärt werden. Auch die Halfinger Bürger, Vereine und Gewerbetreibende seien miteinbezogen worden, so Braun. Nun stehe das Untersuchungsgebiet „Ortsmitte“ fest.
Auf einem Plan zeigte sie die Grenzen des Gebiets, das über die Bahnhofstraße hinausgeht. Ursprünglich sei dieses sogar kleiner gewesen. Durch die Festlegung sei nun die rechtliche Voraussetzung geschaffen, um beispielsweise Daten zu erheben. Nun können Betroffene und öffentliche Aufgabenträger beteiligt werden. Es sei möglich, einzelne Maßnahmen vor der Festlegung des Sanierungsgebietes, wie die städtebauliche Beratung, weitere Vorbereitungen und vorgezogene Maßnahmen zu fördern. Sepp Stettner (Freie Wähler) sah das Untersuchungsgebiet als willkürlich festgelegt. So sei beispielsweise die Chiemseestraße nicht miteinbezogen worden. Johann Landinger (Halfinger Wahlvereinigung) fand, dass die Gemeinde nicht ausreichend gehört worden sei.
Bürgermeisterin Braun widersprach. Das Gebiet sei abgesteckt worden, um festzuhalten, wo Entwicklungspotenzial vorhanden sei: „Sogar die Lagerhaus-Seite ist jetzt mit drin.“ Peter Aicher (HWV) schloss sich dieser Ansicht an: „Der wesentliche Ortskern ist erfasst.“ Braun fügte hinzu, dass das Untersuchungsgebiet mit der Regierung von Oberbayern abgestimmt worden sei. „Wenn wir jetzt dagegen sind, dann gibt’s kein Geld.“
Allein Stettner beharrte auf seiner ablehnenden Haltung, die übrigen Gemeinderäte stimmten schließlich für das Untersuchungsgebiet. Somit können die Untersuchungen im Gebiet Ortsmitte starten. elk