Riedering – Bürgermeister Christoph Vodermaier (FWGR) bewertete das Starkregenereignis zu Wochenbeginn in der jüngsten Gemeinderatssitzung am Ende eines wasserreichen Dienstag mit den Worten: „Wir sind relativ glimpflich davongekommen.“ Dies sei dem großen Einsatz der Feuerwehren und dem Bauhof geschuldet. Seinem Dank schlossen sich die Gemeinderäte und Zuhörer mit lautem Applaus an.
Übergetretene Bäche, überflutete Straßen
Aber auch das Regenrückhaltebecken am westlichen Ortsausgang Riederings, das schon seit Beginn der Planungen für viel Wirbel und Diskussionen gesorgt hatte und dessen Wirksamkeit und Dimension von so manchem Riederinger bezweifelt wurde (wir berichteten mehrfach), habe schlimmeren Schaden abgewendet.
Nichtsdestotrotz habe der Starkregen – „auch wenn wir mit einem blauen Auge davongekommen sind“ – einige Schäden auf Gemeindegebiet verursacht. So wurden Straßen überflutet, Kies liege auf den Straßen, und Bäche seien übergetreten.
Der Damm sei ausreichend, so Vodermaier weiter, aber noch sei das ganze Hochwasserschutz-Projekt nicht abgeschlossen. Zum einen fehle noch der Schwimmer, dieser werde erst Ende August/Anfang September geliefert und soll dann auch gleich eingebaut werden.
Die Durchlassmenge sei bei einem Rohr zu hoch gewesen, das könne mit dem Schwimmer reguliert werden. Und zum anderen stehen noch innerörtlich technische und ökologische Gewässerausbau-Maßnahmen wie eine Aufweitung der Böschung aus. Dies soll ab 2021 in zwei Schritten geschehen.
Auf Nachfragen Josef Bergmanns (BWGN) erklärte Vodermaier noch einmal die Auslässe am Damm. Der rechteckige Einlauf beim Gitterkasten diene als Schieber, am anderen Ende des Damms seien zwei Auslässe, ein rechteckiger und ein runder.
Der runde habe einen separaten Schieber und soll bei einer Fehlfunktion als Ersatz-Auslass dienen. Josef Loferer (FWGR) befand die Bauweise samt Durchlassvolumen für ausreichend, seiner Meinung nach sei der Auslass auf acht Kubikmeter eingestellt.
Auch in Niedermoosen hätten die Hochwasserausbaumaßnahmen gegriffen: „Das war äußerst knapp,“ aber insgesamt hätten sich die Maßnahmen „bewährt und ausgezahlt.“ Karl Rothmayer (SPD) meldete sich: In Wurmsdorf sei der Auslass zu gering dimensioniert, Richard Mühlbauer (Freie Bürger Pietzing) sah das gleiche Problem in Parnsberg und Irmgard Wagner (SPD) vermeldete, dass in Mitterfeld zwei Bäume umgefallen seien, die den Wasserlauf des Bächleins blockierten. Vodermaier notierte sich die Fälle und versprach, sich darum zu kümmern.