Aschau – „Der Gesamthaushalt hat ein Volumen von 21,7 Millionen Euro und fügt sich nahtlos in die Haushalte der vergangenen Jahre ein“, erklärte Bürgermeister Simon Frank (ZfA) bei der Vorstellung des Haushaltsplanes 2020 im Gemeinderat. „Es wird kein Kredit der Gemeinde festgesetzt“. Ohne Gegenstimme beschloss der Gemeinderat den Haushalt für 2020 mit allen zugehörigen Teilabschnitten und Anlagen. Ausführlich hatte das Gremium bereits im Vorfeld in nichtöffentlicher Sitzung Vorbesprechungen zur Abstimmung der einzelnen Haushaltsstellen geführt.
Kämmerer Christoph Kraus stellte dem Gremium einen ausgeglichenen Haushalt für 2020 vor. Seit 2008 hat sich der Haushaltsansatz der Gemeinde fast verdoppelt. Der Verwaltungshaushalt und der Vermögenshaushalt sind seither kontinuierlich um jeweils fünf Millionen Euro angestiegen.
Der Etat 2020 der Gemeinde Aschau schließt mit 21,7 Millionen Euro ab und liegt damit knapp drei Millionen Euro unter dem Vorjahreshaushalt von 24,5 Millionen Euro. Der Verwaltungshaushalt umfasst in den Einnahmen und Ausgaben jeweils 14,3 Millionen Euro (13 Millionen Euro) und beinhaltet im Ansatz einen Zuführungsbetrag von 255000 Euro zum Vermögenshaushalt. Somit kann die Gemeinde Aschau die gesetzlichen Vorschriften auch in diesem Jahr wieder erfüllen.
Der Vermögenshaushalt umfasst in den Einnahmen und Ausgaben jeweils 7,4 Millionen Euro (9,9 Millionen Euro). Die Hebesätze für die Grundsteuer A und B wurden nicht verändert und wieder auf 360 v. H. und der Hebesatz für die Gewerbesteuer auf 350 v. H. festgesetzt. Aschau verfügt seit Jahren nur selten über dauerhafte Rücklagen. Der Schuldenstand der Gemeinde beträgt aktuell rund 3,8 Millionen Euro, zusammen mit den Verbindlichkeiten des Seniorenheims sind es 5,6 Millionen Euro. Zwei Drittel der Einnahmen stammen mit 3,35 Millionen Euro aus dem Anteil an der Einkommenssteuer und 1,37 Millionen Euro aus der Schlüsselzuweisung, Gewerbesteuer, Grundsteuer und Kanalgebühren bringen den Löwenanteil der weiteren Mittel ein; bei den Ausgaben sind die Personalkosten mit 4,42 Millionen Euro, die Kreisumlage mit 2,94 Millionen Euro, sowie die Umlagen an andere Träger, wie den Abwasserzweckverband und den Schulverband Prien ständig wiederkehrende große Ausgabeposten im Haushalt. Aktuell sind bei der Gemeindeverwaltung in Aschau mit all ihren Nebenbetrieben 106 Personen beschäftigt, die insgesamt 66 Planstellen beanspruchen. Viele Bedienstete sind nur halbtags oder nach anderen Arbeitszeitmodellen beschäftigt, sodass eine deutlich geringere Planstellenzahl herauskommt.
Die Kosten für die geplante Sporthalle (rund 4,8 Millionen gesamt) verteilen sich auf mehrere Jahre bis 2023. Ebenso werden die Kosten für andere Großprojekte wie die Brandschutzmaßnahmen nach dem Feuerwehrkonzept, die Leader-Projekte, die Kosten für die beiden Freibäder, den Bau der Nahwärmeversorgung und die Kosten für die Versorgung und Entsorgung des Ortsteiles Staffelstein mit Wasser und Abwasser (knapp 3,4 Millionen gesamt) auf mehrere Haushaltsjahre bis 2023 verteilt.