Schon vor dem 1.Mai im Rathaus

von Redaktion

100 Tage im Amt Johannes Thusbaß, Bürgermeister von Prutting

Prutting – Er gehört zu den ganz jungen, zu den Bürgermeistern, die den 30. Geburtstag noch vor sich (Christoph Schneider in Neubeuern) oder auch gerade hinter sich (Simon Hausstetter in Rohrdorf) haben. Johannes Thusbaß (CSU) ist Musiker, war im Gewerbeverband und in der Kirchenverwaltung aktiv, ist in der Kommunalpolitik von 0 auf Bürgermeister durchgestartet und mit Schwung an seine neue Aufgabe gegangen.

Sie waren nach der Wahl schon vor dem 1. Mai im Rathaus unterwegs. Hat Ihnen Ihr Vorgänger den Umstieg aus der Selbstständigkeit erleichtert?

Die Zusammenarbeit mit Hans Loy schätze ich seit Jahren. Er stand mir sowohl vor als auch nach der Wahl für alle Rückfragen bereit. Ich hoffe, dass er ansonsten seinen wohlverdienten Ruhestand genießt.

Wieso will Johannes Thusbaß, gerade die 30 hinter sich, Dorfbürgermeister sein?

Gute Frage. Weil mir Prutting und seine Bürger sehr wichtig sind, weil mir Zusammenarbeit, Kommunikation und Transparenz am Herzen liegen und ich die nachhaltige Entwicklung Pruttings steuern möchte.

Sie hatten keine kommunalpolitische Erfahrung. Was war die größte Überraschung, gleich ob positiv oder negativ?

Es macht mir unglaublich viel Spaß mit meinen Gemeinderäten aber auch mit meinen Kollegen aus der Gemeindeverwaltung zusammenzuarbeiten. Es geht hier „einfach nur um/für Prutting“.

Das Seniorenzentrum ist ein grandioses, aber mit rund elf Millionen Euro auch sehr teures Projekt. Wie sehr schränkt dieses Vorhaben Bürgermeister und Gemeinderäte ein, wie sehr verschieben sich andere Dinge aus finanziellen Gründen?

Die Einschränkungen können wir aktuell nicht benennen oder beziffern. Es muss grundsätzlich überlegt werden, ob dieses Projekt über den Gemeindehaushalt finanziert werden soll, oder eine andere Lösung gefunden wird.

Was wollen Sie möglichst schnell umsetzen? Es darf auch eine „Kleinigkeit“ sein.

Wir gehen momentan die ersten Schritte Richtung „Leitbild“, gleichzeitig gibt es seit wenigen Wochen einen Gemeindenewsletter. Außerdem digitalisieren wir die Gemeindeverwaltung und den Bauhof. Ein Waldkindergarten als zusätzliches Bildungsangebot für unsere Jüngsten wird demnächst im Gemeinderat behandelt.

Wann haben Sie das letzte Mal ihren Kindern eine Gute-Nacht-Geschichte vorgelesen?

Die Gute-Nacht-Geschichte ist tatsächlich schon ein paar Tage her. Aber am Dienstagabend, nach dem Hochwassereinsatz, bin ich gemeinsam mit meinem Sohn im Bett eingeschlafen – ungewollt, ich wollte eigentlich nur kurze Zeit liegen bleiben… Interview: Sylvia Hampel

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