Samerberg – Die Bergwacht Rosenheim-Samerberg blickt auf ein einsatzreiches und erfolgreiches Jahr 2019 zurück, wie bei der Hauptversammlung deutlich wurde. Zu 140 Einsätzen, so viele wie noch nie zuvor in der 95-jährigen Geschichte der Bereitschaft, wurden die 51 aktiven Bergretter alarmiert.
Ausbildung steht
im Vordergrund
Die Zahlen und Projekte des vergangenen Jahres, die der Bereitschaftsleiter Josef Hunger vorstellte, zeigten den unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz der Mitglieder der Bergwacht Rosenheim-Samerberg. Jeden zweiten bis dritten Tag sind die Einsatzkräfte durchschnittlich im Einsatz. Die Bergwacht Rosenheim-Samerberg sei damit eine der aktivsten Bereitschaften im Landkreis Rosenheim.
Neben den Einsätzen steht auch die Ausbildung im Vordergrund. Der Umgang mit der neuen Schutzausrüstung und dem umfangreichen Einsatzmaterial muss ständig geübt werden.
Auch rund um die Bergrettungswache, die Grozach-Diensthütte, gibt es ganzjährig viel zu tun für die Mitglieder. So wurde das Brandschutzkonzept der Grozach Hütte umgesetzt und dabei ein Schlafraum und die Fenster umgebaut. Auch einige Schäden durch die großen Schneemengen im Winter 2018/2019 mussten repariert werden. In der Rettungswache wurden neue Regale für das Einsatzmaterial eingebaut.
Die Jugendgruppe war ebenso fleißig. Die 16 Mitglieder waren unter anderem im JRK-Zeltlager, Skifahren, Rodeln und übten Erste-Hilfe-Maßnahmen am Berg. Hunger bedankte sich bei Johannes Schiffer für seine langjährige Arbeit als Leiter des Ressorts Notfallmedizin der Bereitschaft Rosenheim. Er übergab sein Amt an Michael Weber.
Auch das aktuelle Jahr wird ein besonders für die Bergwacht am Samerberg. Die Bereitschaft wurde vor 95 Jahren gegründet.
Zugleich können zehn Jahre Bergrettungswache Samerberg, fünf Jahre Jugendgruppe und auch das fünfjährige Gründungsjubiläum des Fördervereins der Bergwacht Rosenheim-Samerberg gefeiert werden. Dazu richtet die Bergwacht am Sonntag, 27. September, 10 Uhr, einen Gottesdienst mit anschließendem Frühschoppen aus.
Ein weiteres Großprojekt steht bereits in den Startlöchern. Für das zahlreiche Einsatzmaterial, die Fahrzeuge und für zusätzlichen Lagerraum soll dieses Jahr die Bergrettungswache erweitert werden.
Dazu wird eine Garage auf der Ostseite des bestehenden Gebäudes errichtet. Außerdem soll in den Anbau eine Kletterwand für die Ausbildung integriert werden, um verschiedene Seil- und Rettungstechniken üben zu können.
Hunger bedankte sich bei allen Mitgliedern, Förderern und Unterstützern für die gute Zusammenarbeit.