Sudetenlandstraße wird später fertig

von Redaktion

Bauverzögerung Zu viel Arbeit unter Durchgangsstraße in Haidholzen

Stephanskirchen – Die Sudetenlandstraße im Ortsteil Haidholzen ist eine Baustelle. Auf 400 Metern Länge wird die Straße saniert. Diese Maßnahme hatte der Gemeinderat vor einem Jahr beschlossen, die eigentlich geplante Sanierung der Hofmühlstraße hintangestellt.

Allerdings kommt es laut Gemeindeverwaltung zu Verzögerungen bei der Runderneuerung der Sudetenlandstraße, weil etliche von den im Untergrund verlaufenden Kabeln, darunter auch die Niederspannungsleitung und Telekommunikationskabel, neu verlegt werden müssen und diese Spartenarbeiten erst Mitte September abgeschlossen sind. Erst danach kann die für den Straßenausbau zuständige Firma weiterarbeiten.

Für mehr Stabilität
Boden ausgetauscht

Der Bodenaustausch im östlichen Bereich der Sudetenlandstraße und an der Kreuzung Egerlandstraße, der für eine bessere Tragfähigkeit des Untergrunds sorgte, ging laut Gemeindeverwaltung im geplanten Zeitrahmen vonstatten.

Mitte September hätte die Straße nach der ursprünglichen Planung eigentlich fertig sein sollen. Nun wird es laut Bürgermeister Karl Mair Oktober werden.

Die Anwohner kommen trotz Baustelle zu ihren Häusern. Sie waren im Vorfeld bei einer Anliegerversammlung zur Umgestaltung der Sudetenlandstraße befragt worden, die Variante eines durchgehenden gepflasterten Gehwegs sowie eines zwei Meter breiten Parkstreifens auf der nördlichen Straßenseite kam besser an. Die Fahrbahnbreite wird nach dem Umbau fünf Meter betragen.

Mit der Sanierung wird auch für mehr Barrierefreiheit gesorgt. Gehwegabsenkungen erleichtern Rollstuhlfahrern und allen anderen in ihrer Mobilität eingeschränkten Personen das Leben, aber auch denjenigen, die die Sudetenlandstraße oder eine ihrer Nebenstraßen mit dem Kinderwagen queren wollen. Damit Sehbehinderte sich besser orientieren können, werden Bodenindikatoren – meist geriffelte Untergründe – eingebaut.

Die Gesamtkosten für die Sanierung und Umgestaltung der Sudetenlandstraße liegen laut der Kostenberechnung des Ingenieurbüros Rappl einschließlich aller Ausgaben für Bodengutachten, Vermessung, Beweissicherung und Honorare bei knapp 1,1 Millionen Euro. Etwa 75000 Euro mehr, als im Haushalt dafür angesetzt wurden.

Im Haushaltsplan finden sich noch gut 300000 Euro für andere Straßenbaumaßnahmen. Ob die alle dieses Jahr umgesetzt werden, ist fraglich. Die Mehrkosten der Sudetenlandstraße könnten unter anderem daraus gedeckt werden. 2021 ist dann die Umgestaltung der Hofmühlstraße vorgesehen. 1,25 Millionen Euro hat Kämmerer Philipp Brück dafür eingeplant.

Haidholzen ist seit Jahren ein Schwerpunkt der Straßensanierung in der Gemeinde. Die meisten Straßen in dem Ortsteil mit rund 2500 Einwohnern sind laut Mair aus der Nachkriegszeit, werden nach und nach saniert.

Artikel 1 von 11