Ein Leben lang dem Lehren verpflichtet

von Redaktion

Ehemaliger Schulamtsdirektor Albert Schnitzer feiert seinen 80. Geburtstag

Großkarolinenfeld − Mit Albert Schnitzer kann ein beliebter und hoch angesehener Mitbürger Großkarolinenfelds, seinen 80. Geburtstag feiern.

Er war 30 Jahre Gemeinderat und sechs Jahre Dritter Bürgermeister. In dieser Zeit hatte er durch seine umsichtige Art, mit viel Energie sowie mit Spitzengefühl in Großkarolinenfeld zum Wohl der Bürgerschaft beigetragen, und mitgestaltet, dass der Ort zu einer lebenswerten Gemeinde wurde. Auch in seinem Ehrenamt als Obmann und Fraktionssprecher der Parteilosen Wählerschaft, das er 20 Jahre ausführte, war er ein freundlicher und aufmerksamer Ansprechpartner für die Anliegen der Bürger in der Gemeinde.

In München geboren zog er mit 14 Jahren mit seinen Eltern nach Berchtesgaden. Nach der Grundschule besuchte Albert Schnitzer das Humanistische Gymnasium und machte 1959 das Abitur in Bad Reichenhall. Es folgte die Bundeswehr, bei der er beim Gebirgsjägerbataillon in Berchtesgaden eingesetzt war. Nach dem dreijährigen Besuch der Pädagogischen Hochschule war seine erste Lehrerstelle eine zweiklassige Dorfschule in Schwaben. Im Jahre 1966 kam er als Lehrer nach Großkarolinenfeld. Zwei Jahre später heiratete er die Großkarolinenfelderin Elfriede Mühlbauer. Zur Familie kamen noch eine Tochter und zwei Enkel dazu.

Sein beruflicher Werdegang nahm 1972 mit der Ernennung zum Oberlehrer und Seminarleiter einen rasanten Aufstieg. Vom Seminarrektor und Koordinator für das Seminarwesen im Landkreis Rosenheim kam 1985 die Ernennung zum Schulrat und 1992 zum Schulamtsdirektor hinzu. In dieser 20-jährigen Tätigkeit beim Staatlichen Schulamt in Rosenheim war seine oberste Leitlinie: „Bei gleicher Augenhöhe mit den Lehrern am Gelingen von Schule und Unterricht mithelfen zu können und einvernehmliche und praktikable Lösungen zu finden“.

13 Jahre war Albert Schnitzer Kreisvorsitzender beim Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband Bad Aibling und 25 Jahre Referent für Berufswissenschaft im Bezirk- und Landesverband. Für seine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit wurde er zum Ehrenvorsitzenden beim Kreisverband und Ehrenmitglied im Bezirksverband Oberbayern ernannt. Der Landesverband ehrte Albert Schnitzer mit der Karl-Heiß-Medaille. An die 30 einwöchige Lehrerseminare organisierte Schnitzer in verschiedenen Bundesländern und europäischen Zentralbehörden.

Auch schriftstellerisch betätigte sich Albert Schnitzer als Herausgeber und Autor von schulpädogischen Fach- und Lehrbüchern, besonders für Lehramtsanwärter und Referendare. Auch als Verfasser zahlreicher schulpädagogischer Zeitschriftbeiträge und Lesebücher für die Hauptschulen in Bayern machte er sich einen Namen.

Nach dem Eintritt in den Ruhestand 2005, legte er seine Hände nicht in den Schoß. Heute noch ist er als Zweitprüfer an der Universität in München für Erziehungswissenschaft und als Mitarbeiter im Stammteam für die Staatsprüfungen aller Lehrämter gefragt. Auch beim Männergesangverein Großkarolinenfeld ist Schnitzer mit Begeisterung dabei. 1967 trat er in den Verein ein und ist seit 2016 Vorsitzender. Zu seinen Hobbys zählt Bergwandern, Musik hören und Chorsingen. Der tägliche Spaziergang mit seinem Hund durchs Dorf gehört zu seinen Vorlieben. Sein Lebensmotto ist: „Die Zeit sinnvoll nützen, die mir noch bleibt, Freude erfahren und weitergeben, mithelfen, wo dies nötig ist“. Die Geburtstagsfeier muss wegen der Corona-Pandemie ausfallen.gr

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